Wohnung kaufen auf der Karthause in Koblenz

    Auf der Karthause sind Häuser teuer und Wohnungen günstig. Dieser Gegensatz innerhalb eines Teilmarkts ist im Stadtgebiet einmalig und hat einen Grund, der für Käufer wichtig ist.

    Stilisierte Karte als Kopfmotiv für den Beitrag über den Immobilienmarkt auf der Karthause in Koblenz
    Enis Recica Immobiliar-Darlehensvermittler nach § 34i GewO, Reg.-Nr. D-IR9N-6D2DR-51 Zuletzt geprüft am 8 Minuten Lesezeit

    Kurz gefasst

    • Eigentumswohnungen zwischen 40 und 80 Quadratmetern kosten auf der Karthause im Schnitt 2.560 Euro je Quadratmeter, das sind rund 179.200 Euro bei durchschnittlich 70 Quadratmetern (Sparkasse Koblenz, Immobilienmarkt 2026, Datenstand 2025).
    • Ein Einfamilienhaus kostet dagegen im Schnitt 509.300 Euro und liegt damit nach Oberwerth und Stolzenfels an zweiter Stelle im Stadtgebiet.
    • Die Wohnungspreise sind in den letzten zwölf Monaten um 2,2 Prozent gestiegen, die Hauspreise um 1,0 Prozent gefallen.

    Ein Teilmarkt, zwei Welten

    Der Marktbericht der Sparkasse Koblenz führt Karthause Flugfeld, Karthause Nord und das Karthäuserhofgelände als einen Teilmarkt. Das Auffällige daran: Häuser sind hier teuer, Wohnungen günstig. Diese Kombination gibt es sonst in keinem Koblenzer Teilmarkt in dieser Deutlichkeit.

    ObjektartEinfamilienhaus Ø Preis je m²2.910 € Ø Gesamtpreis509.300 €
    ObjektartDoppelhaushälfte Ø Preis je m²2.880 € Ø Gesamtpreis460.800 €
    ObjektartReihenhaus Ø Preis je m²2.820 € Ø Gesamtpreis408.900 €
    ObjektartWohnung 40 bis 80 m² Ø Preis je m²2.560 € Ø Gesamtpreis179.200 €

    Sparkasse Koblenz, Immobilienmarkt 2026, Datenstand 2025. Beim Einfamilienhaus reicht die Spanne von 156.400 bis 884.000 Euro.

    Warum die beiden Bestände so weit auseinanderliegen

    Es sind zwei verschiedene Bauphasen. Die Wohnungen stammen überwiegend aus den Siebziger- und Achtzigerjahren, als das Gelände als Wohnsiedlung entwickelt wurde. Die Häuser stehen auf Grundstücken von im Schnitt 515 Quadratmetern und bieten 175 Quadratmeter Wohnfläche.

    Für Käufer heißt das: Der Durchschnittspreis des Teilmarkts sagt über ein konkretes Angebot fast nichts aus. Entscheidend ist, in welchem der beiden Bestände Sie suchen.

    Die Preise laufen gegenläufig

    Der Bericht weist die Entwicklung der letzten zwölf Monate getrennt aus. Häuser minus 1,0 Prozent, Wohnungen plus 2,2 Prozent, Mieten plus 2,1 Prozent, jeweils bezogen auf die Quadratmeterpreise.

    Wer ein Haus sucht, verhandelt also in einem leicht nachgebenden Markt. Wer eine Wohnung sucht, konkurriert mit steigender Nachfrage. Eine Aussage über die kommenden Jahre ist damit ausdrücklich nicht verbunden. Wer Ihnen eine Preisprognose nennt, beschreibt eine Vermutung.

    Was bei Beständen aus den Siebzigerjahren zu prüfen ist

    Das Baujahr im Exposé beschreibt nur die Errichtung. Entscheidend ist das Jahr der letzten Strang-, Elektro- und Dachsanierung. Bei Wohnungen aus dieser Zeit fragen Banken regelmäßig danach, weil beides den Beleihungswert bestimmt.

    1. Wirtschaftsplan und Höhe der Instandhaltungsrücklage anfordern.
    2. Die Protokolle der letzten drei Eigentümerversammlungen lesen, dort stehen anstehende Beschlüsse.
    3. Nach dem Zeitpunkt der letzten Strangsanierung fragen, nicht nur nach dem Baujahr.
    4. Bei Baujahren vor 1996 an künstliche Mineralfasern in der Dämmung denken, vor 1979 zusätzlich an Spritzasbest.
    5. Den Energieausweis mit dem tatsächlichen Zustand abgleichen.

    Diese Punkte sind keine Ausschlusskriterien. Sie gehören in die Kalkulation und in die Preisverhandlung, bevor der Notartermin steht.

    Erschwinglichkeit im Vergleich

    Der Bericht weist je Teilmarkt aus, wie viel Wohnfläche sich ein Haushalt mit durchschnittlichem Einkommen leisten könnte. Auf der Karthause sind es 136 Quadratmeter, im gesamten Stadtgebiet Koblenz 138 Quadratmeter. Der Teilmarkt liegt damit fast genau im städtischen Durchschnitt.

    Die Kennzahl ist ein Maß für die Erschwinglichkeit, keine Kaufempfehlung. Was für Sie tragfähig ist, hängt von Einkommen, bestehenden Verpflichtungen und Eigenkapital ab, nicht vom Durchschnittshaushalt.

    Häufige Fragen

    Der Marktbericht der Sparkasse Koblenz führt Karthause Flugfeld, Karthause Nord und das Karthäuserhofgelände als einen Teilmarkt (Immobilienmarkt 2026, Datenstand 2025). Wohnungen zwischen 40 und 80 Quadratmetern kosten dort 2.560 Euro je Quadratmeter, bei durchschnittlich 70 Quadratmetern also rund 179.200 Euro. Kleine Wohnungen bis 40 Quadratmeter liegen bei 2.810 Euro je Quadratmeter und rund 101.200 Euro, Wohnungen zwischen 80 und 120 Quadratmetern bei 2.610 Euro und rund 245.300 Euro. Die Spanne in der mittleren Flächenklasse reicht von 1.770 bis 4.290 Euro je Quadratmeter, was fast dem Zweieinhalbfachen entspricht.

    Weil es zwei verschiedene Bestände sind. Die Wohnungen stammen überwiegend aus den Siebziger- und Achtzigerjahren, als das Gebiet als Wohnsiedlung entwickelt wurde. Die Häuser stehen auf großen Grundstücken mit im Schnitt 515 Quadratmetern und bieten 175 Quadratmeter Wohnfläche. Ein Einfamilienhaus kostet dort im Schnitt 509.300 Euro bei 2.910 Euro je Quadratmeter, die Spanne reicht von 156.400 bis 884.000 Euro. Doppelhaushälften liegen bei 460.800 Euro, Reihenhäuser bei 408.900 Euro. Der Quadratmeterpreis beim Haus liegt damit rund 350 Euro über dem der Wohnungen, was im Stadtgebiet ungewöhnlich ist.

    Gegenläufig. Die Hauspreise sind in den letzten zwölf Monaten um 1,0 Prozent gefallen, die Wohnungspreise um 2,2 Prozent gestiegen, die Mieten um 2,1 Prozent. Bezugsgröße sind jeweils die Quadratmeterpreise. Für Käufer heißt das: Wer ein Haus sucht, verhandelt in einem leicht nachgebenden Markt. Wer eine Wohnung sucht, konkurriert mit steigender Nachfrage. Eine Aussage über die kommenden Jahre ist damit ausdrücklich nicht verbunden.

    Die Kaltmiete liegt bei Wohnungen zwischen 40 und 80 Quadratmetern bei 10,40 Euro je Quadratmeter. Zusammen mit dem Kaufpreis von 2.560 Euro je Quadratmeter ergibt das eine Bruttomietrendite von rund 4,9 Prozent im Jahr. Das liegt über dem städtischen Schnitt, aber unter Metternich und Kesselheim. Von diesem Bruttowert gehen Kaufnebenkosten, nicht umlagefähige Hausgeldanteile und Instandhaltung ab. Gerade bei Beständen aus den Siebzigerjahren lohnt der genaue Blick auf die Rücklage und darauf, ob Stränge und Fassade schon einmal saniert wurden.

    Der Bericht weist diese Kennzahl für jeden Teilmarkt aus. Auf der Karthause sind es 136 Quadratmeter, im gesamten Stadtgebiet Koblenz 138 Quadratmeter. Der Teilmarkt liegt damit fast genau im städtischen Durchschnitt. Die Kennzahl beschreibt, wie viel Fläche ein Haushalt mit durchschnittlichem Einkommen am Markt erwerben könnte, und ist ein Maß für die Erschwinglichkeit, keine Kaufempfehlung.

    Auf den Zustand und das Baujahr, weil beide den Beleihungswert bestimmen. Bei Wohnungen aus den Siebziger- und Achtzigerjahren fragen Banken regelmäßig nach dem Zeitpunkt der letzten Strang-, Elektro- und Dachsanierung. Das Baujahr aus dem Exposé sagt darüber nichts. Zweitens auf Wirtschaftsplan und Rücklage der Eigentümergemeinschaft, weil ein anstehender Sanierungsbeschluss den Wert beeinflusst. Drittens auf die Wohnfläche: Wohnungen unter 40 Quadratmetern finanzieren manche Institute gar nicht oder nur mit Abschlag.

    Die Kaufnebenkosten sollten aus Eigenkapital kommen, weil ihnen kein beleihbarer Gegenwert gegenübersteht. In Rheinland-Pfalz sind das 5,0 Prozent Grunderwerbsteuer plus 1,5 bis 2,0 Prozent Notar und Grundbuch, zusammen 6,5 bis 7,0 Prozent ohne Maklerprovision. Bei 179.200 Euro Kaufpreis sind das rund 12.000 bis 12.500 Euro. Jeder weitere Euro senkt den Beleihungsauslauf, und weil Banken in Stufen rechnen, kann ein kleiner Betrag über eine ganze Zinsstufe entscheiden. Wo bei Ihnen die nächste Stufe liegt, rechnen wir vor der Bankanfrage aus.

    Passend zum Thema

    Baufinanzierung

    Dieser Beitrag gibt allgemeine Hinweise und ersetzt keine Beratung im Einzelfall. Rechtsstand ist der . Für steuerliche Fragen ziehen Sie bitte zusätzlich einen Steuerberater hinzu.

    Bereit für Ihre stressfreie Finanzierung?

    Lassen Sie sich kostenlos beraten und finden Sie heraus, wie wir Sie Schritt für Schritt zu Ihrer Traumimmobilie begleiten.

    Kostenlose Erstberatung
    Persönlicher Ansprechpartner
    In der Regel Zusage in 5 bis 7 Tagen
    Steuerliche Tipps inklusive
    Begleitung bis zum Notartermin
    ✓ 100% kostenlos · ✓ Keine Verpflichtungen · ✓ Antwort innerhalb von 24h