Wir vergleichen die Banken in Andernach und der Region für Sie und holen die beste erreichbare Kondition heraus.
Andernach ist ein Markt der mittleren Preislage. Im Teilmarkt Andernach Kernstadt kostet eine Eigentumswohnung im Schnitt 2.720 Euro je Quadratmeter, die Spanne reicht von 1.260 bis 4.920 Euro. Die durchschnittliche Kaltmiete liegt bei 9,60 Euro je Quadratmeter. Daraus ergibt sich eine Mietrendite von 4,2 Prozent im Jahr mit einem Trend von plus 0,1 Prozentpunkten.
Für Sie als Käufer heißt das: Der Einstieg ist günstiger als in Koblenz, und die Miete, die Sie sparen oder einnehmen, trägt die Rechnung besser als dort. Genau diese Kombination schaut sich eine Bank an, wenn sie Ihre monatliche Belastung prüft.
Für die Finanzierung selbst spielt die Postleitzahl eine kleinere Rolle, als viele annehmen. Der Kreis der Banken ist derselbe wie im übrigen Landkreis Mayen-Koblenz. Unterschiede entstehen durch Ihre Einkommenssituation, durch das Objekt und durch die Frage, wie viel Eigenkapital Sie einbringen. Wie eine Baufinanzierung grundsätzlich aufgebaut ist, steht auf der Seite Baufinanzierung. Hier geht es um das, was in Andernach dazukommt.
Alle Marktzahlen auf dieser Seite stammen aus dem Bericht Immobilienmarkt 2025 der Kreissparkasse Mayen mit Datenstand 01.11.2025. Sie gelten für den Teilmarkt Andernach Kernstadt. Karten und Datenanalytik stammen vom IIB Institut GmbH.
Kleine Wohnungen sind je Quadratmeter am teuersten, große am günstigsten. Bis 40 Quadratmeter liegt der Preis bei 2.990 Euro je Quadratmeter, über 120 Quadratmeter bei 2.670 Euro. In Gesamtsummen gerechnet dreht sich das Bild: Eine kleine Wohnung kostet im Schnitt 104.700 Euro, eine große 400.500 Euro.
Bei den Mieten ist die Spreizung deutlich geringer. Zwischen 9,60 und 9,90 Euro je Quadratmeter liegen alle drei ausgewiesenen Größenklassen dicht beieinander, die Gesamtspanne reicht von 6,55 bis 15,65 Euro. Für eine Anlagerechnung ist das eine angenehme Ausgangslage, weil die Mietseite weniger vom Zuschnitt abhängt als der Kaufpreis. Was bei einer vermieteten Wohnung zusätzlich geprüft wird, steht auf der Seite Kapitalanlage finanzieren.
| Kennzahl | Andernach Kernstadt |
|---|---|
| Wohnungen im Schnitt | 2.720 €/m² |
| Spanne Wohnungen | 1.260 bis 4.920 €/m² |
| Wohnungen bis 40 m² | 2.990 €/m², im Schnitt 104.700 € gesamt |
| Wohnungen 40 bis 80 m² | 2.770 €/m², im Schnitt 182.800 € gesamt |
| Wohnungen 80 bis 120 m² | 2.800 €/m², im Schnitt 260.400 € gesamt |
| Wohnungen über 120 m² | 2.670 €/m², im Schnitt 400.500 € gesamt |
| Kaltmiete im Schnitt | 9,60 €/m² |
| Spanne Kaltmiete | 6,55 bis 15,65 €/m² |
| Kaltmiete bis 40 m² | 9,70 €/m² |
| Kaltmiete 40 bis 80 m² | 9,90 €/m² |
| Kaltmiete 80 bis 120 m² | 9,60 €/m² |
| Mietrendite | 4,2 Prozent im Jahr, Trend plus 0,1 Prozentpunkte |
Quelle: Kreissparkasse Mayen, Immobilienmarkt 2025, Datenstand 01.11.2025, Teilmarkt Andernach Kernstadt. Karten und Datenanalytik: IIB Institut GmbH.
Über alle Haustypen hinweg liegt der durchschnittliche Gesamtpreis bei 406.800 Euro, die Spanne reicht von 79.000 bis 1.100.000 Euro. Diese Spanne ist der eigentliche Hinweis: Ein Durchschnittswert hilft bei Häusern weniger als bei Wohnungen, weil Zustand, Grundstück und Baujahr die Summe stärker bewegen.
Nach Typ sortiert liegen die Preise je Quadratmeter dichter beieinander als die Gesamtsummen. Das Einfamilienhaus kostet im Schnitt 387.600 Euro bei 2.280 Euro je Quadratmeter, das Zweifamilienhaus 351.800 Euro bei 2.010 Euro je Quadratmeter. Der Unterschied entsteht vor allem über die Wohnfläche und das Grundstück, nicht über den Quadratmeterpreis.
| Haustyp | Ø Gesamtpreis | Ø je m² | Wohnfläche auf Grundstück |
|---|---|---|---|
| Einfamilienhaus | 387.600 € | 2.280 €/m² | 170 m² auf 380 m² |
| Doppelhaushälfte | 316.800 € | 2.400 €/m² | 132 m² auf 390 m² |
| Reihenhaus | 311.900 € | 2.310 €/m² | 135 m² auf 273 m² |
| Zweifamilienhaus | 351.800 € | 2.010 €/m² | 175 m² auf 641 m² |
| Alle Haustypen | 406.800 € | nicht ausgewiesen | Spanne 79.000 bis 1.100.000 € |
Quelle: Kreissparkasse Mayen, Immobilienmarkt 2025, Datenstand 01.11.2025, Teilmarkt Andernach Kernstadt.
Andernach liegt preislich zwischen den beiden Nachbarmärkten. Eigentumswohnungen kosten in Neuwied im Schnitt 1.890 Euro je Quadratmeter, in Andernach 2.720 Euro und in Koblenz 3.190 Euro. Bei der Mietrendite dreht sich die Reihenfolge um: Neuwied kommt auf 5,3 Prozent, Andernach auf 4,2 Prozent, Koblenz auf 3,9 Prozent.
Daraus folgt eine klare Einordnung. Wer Eigentum zum Selbstbewohnen sucht, zahlt in Andernach spürbar weniger als in Koblenz. Wer anlegt, bekommt hier mehr Rendite als in Koblenz und weniger als in Neuwied. Andernach ist damit der Mittelweg zwischen einem renditestarken und einem preisstarken Markt.
Ein Hinweis zur Vergleichbarkeit gehört dazu. Die drei Werte stammen aus drei verschiedenen Berichten mit unterschiedlichem Datenstand: Neuwied aus dem Marktbericht der Sparkasse Neuwied 2024, Andernach aus dem Bericht der Kreissparkasse Mayen 2025 mit Datenstand 01.11.2025, Koblenz aus dem Bericht der Sparkasse Koblenz 2026 mit Datenstand 2025. Die Größenordnung ist damit belastbar, eine Nachkommastelle im Vergleich ist es nicht. Die Einzelheiten zu den beiden Nachbarmärkten stehen auf den Seiten Baufinanzierung in Koblenz und Baufinanzierung in Neuwied.
| Markt | Wohnungen im Schnitt | Mietrendite | Quelle |
|---|---|---|---|
| Neuwied | 1.890 €/m² | 5,3 Prozent | Sparkasse Neuwied 2024 |
| Andernach Kernstadt | 2.720 €/m² | 4,2 Prozent | Kreissparkasse Mayen 2025, Stand 01.11.2025 |
| Koblenz | 3.190 €/m² | 3,9 Prozent | Sparkasse Koblenz 2026, Datenstand 2025 |
Die drei Werte stammen aus verschiedenen Berichten mit verschiedenen Datenständen. Sie zeigen die Rangfolge der Märkte, sie sind kein stichtagsgleicher Vergleich.
Der Kaufpreis ist nur ein Teil der Summe, die Sie aufbringen. In Rheinland-Pfalz kommen die Grunderwerbsteuer von 5 Prozent des Kaufpreises sowie Notar und Grundbuch dazu, bei Einschaltung eines Maklers zusätzlich dessen Courtage. Diese Kaufnebenkosten finanzieren viele Banken nicht mit, sie müssen also aus Eigenmitteln kommen. Welche Posten im Einzelnen anfallen und wer sie trägt, steht im Beitrag Kaufnebenkosten.
Ein Beispiel aus den Andernacher Zahlen macht die Größenordnung deutlich. Eine Wohnung zwischen 40 und 80 Quadratmetern kostet hier im Schnitt 182.800 Euro. Allein die Grunderwerbsteuer beträgt darauf 9.140 Euro, bevor Notar, Grundbuch und eine mögliche Courtage überhaupt gerechnet sind. Bei einem Einfamilienhaus zu durchschnittlich 387.600 Euro sind es 19.380 Euro. Wer diese Position übersieht, plant das Eigenkapital zu knapp.
Der zweite Punkt ist der Beleihungswert. Die Bank finanziert nicht den Kaufpreis, sondern den Wert, den sie dem Objekt dauerhaft zutraut. Aus dem Verhältnis von Darlehen zu diesem Wert ergibt sich der Beleihungsauslauf, und der entscheidet über die Konditionsklasse. Bei einer Preisspanne von 1.260 bis 4.920 Euro je Quadratmeter im selben Teilmarkt ist die Bewertung selten deckungsgleich mit dem, was im Kaufvertrag steht. Die Mechanik dahinter erklärt der Beitrag Beleihungsauslauf.
Wie viel Eigenkapital sinnvoll ist, hängt an Ihrer Lage und nicht an einer Faustregel. Die Möglichkeiten und ihre Grenzen sind im Beitrag Eigenkapital zusammengestellt.
Die 5 Prozent Grunderwerbsteuer sind der gesetzliche Satz in Rheinland-Pfalz. Notar, Grundbuch und Courtage kommen abhängig vom Einzelfall hinzu.
Jede Bank prüft zwei Seiten. Auf der einen Seite steht Ihre Bonität, also Einkommen, bestehende Verpflichtungen, Beschäftigungsverhältnis und SCHUFA. Auf der anderen Seite steht das Objekt, das als Sicherheit dient. Beide Seiten müssen tragen, eine gute Bonität gleicht ein schwaches Objekt nicht aus und umgekehrt.
Beim Objekt ist der Marktdurchschnitt nur der Ausgangspunkt. Die Bank bewertet Ihr Objekt selbst und setzt Sicherheitsabschläge an, weil sie im Ernstfall auch in einem schwächeren Markt verwerten können muss. Wie so eine Bewertung im Einzelnen zustande kommt und welche Rolle Baujahr, Zustand, Wohnfläche und Vermietung spielen, erklärt der Beitrag Wie die Bank eine Eigentumswohnung bewertet. Wer das vorher versteht, wundert sich hinterher nicht über den angesetzten Wert.
Damit die Prüfung nicht stillsteht, sammeln wir die Unterlagen einmal vollständig ein, bevor die erste Bank etwas zu sehen bekommt. Die Liste ist kürzer, als viele befürchten, aber sie ist verbindlich.
Ich sage Ihnen vorab, welche dieser Unterlagen die angefragte Bank tatsächlich sehen möchte. Nicht jedes Haus verlangt alles, und Unterlagen, die niemand braucht, gehen auch nicht raus.
Die Mietrendite ist die Zahl, an der sich beide Wege unterscheiden. In Andernach liegt sie bei 4,2 Prozent im Jahr mit einem Trend von plus 0,1 Prozentpunkten. Zum Vergleich: Koblenz kommt auf 3,9 Prozent, Neuwied auf 5,3 Prozent. Wer anlegt, findet in Andernach eine Mittellage, die von der stabilen Mietseite getragen wird.
Bei der Eigennutzung zählt eine andere Rechnung. Sie vergleichen die künftige Rate mit der Miete, die Sie heute zahlen, und rechnen Instandhaltung und Hausgeld mit ein. Die durchschnittliche Kaltmiete von 9,60 Euro je Quadratmeter ist dafür der ehrlichste Bezugspunkt, weil sie zeigt, was Sie durch den Kauf ersetzen.
Bei der Kapitalanlage prüft die Bank zusätzlich die Mieteinnahme und setzt sie meist nicht in voller Höhe an, weil sie Leerstand und Instandhaltung einkalkuliert. Wie die Rechnung aufgebaut ist und welche Unterlagen dafür gebraucht werden, steht auf der Seite Kapitalanlage finanzieren. Die steuerliche Bewertung gehört in jedem Fall zu Ihrem Steuerberater.
Sie ziehen selbst ein
Gerechnet wird mit Ihrem Einkommen gegen Rate und Lebenshaltung. Als Bezugsgröße dient die Kaltmiete von durchschnittlich 9,60 Euro je Quadratmeter, die Sie künftig sparen. Wichtig ist eine Rate, die dauerhaft bequem bleibt.
Das Objekt wird vermietet
Die Mietrendite liegt in Andernach bei 4,2 Prozent im Jahr mit leicht steigendem Trend. Mieteinnahmen werden angerechnet, aber mit Abschlag. Instandhaltung, Verwaltung und die Laufzeit des bestehenden Mietvertrags gehören in die Betrachtung.
Am Anfang steht kein Antrag, sondern eine Einschätzung. Wir klären, welche Summe zu Ihrer Situation passt, welche Rate Sie tragen möchten und welche Banken für Ihr Vorhaben überhaupt in Frage kommen. Erst danach gehen Unterlagen raus.
Ich arbeite als Immobiliar-Darlehensvermittler nach Paragraf 34i GewO und werde von der finanzierenden Bank vergütet.
Sie haben ein Objekt im Blick oder überlegen noch, ob der Schritt jetzt passt. In beiden Fällen ist ein Gespräch der schnellste Weg zu einer belastbaren Einschätzung. Sie sagen mir, was Sie vorhaben, ich sage Ihnen, was die Banken davon halten und welche Unterlagen dafür nötig sind.
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