Für Kapitalanleger

    Kapitalanlage-Immobilie finanzieren: So rechnet die Bank Ihre vermietete Wohnung

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    5,0 von 5 aus 182 Bewertungen
    • Eine Einschätzung in etwa zwei Minuten, ohne Anmeldung
    • Für Eigentumswohnung, Mehrfamilienhaus oder Wohn- und Geschäftshaus
    • Rechnet wie die Bank: angesetzte Miete gegen den Kapitaldienst
    • Bezieht Ihre bereits vermieteten Einheiten mit ein
    • Die Rechnung läuft in Ihrem Browser, nichts wird gespeichert
    • Schufa-neutral, Ihre Angaben lösen keine Bankanfrage aus
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    Enis Recica, Immobiliar-Darlehensvermittler aus Neuwied

    Enis Recica

    Seit 2016 in der Finanzbranche, über 1.000 begleitete Finanzierungen. Eingetragener Immobiliar-Darlehensvermittler nach § 34i GewO, Registernummer D-IR9N-6D2DR-51, Aufsicht IHK Koblenz.

    Das Wichtigste in Kürze

    • Eigenkapital: mindestens die Kaufnebenkosten, in Rheinland-Pfalz ohne Makler rund 6,5 bis 7 Prozent des Kaufpreises.
    • Die Bank rechnet nicht mit der vollen Miete, sondern mit einem Abschlag für Leerstand und Instandhaltung, verbreitet sind rund 75 Prozent der Kaltmiete.
    • Ohne Eigenkapital geht es, wenn das Objekt den Kapitaldienst nach Bewirtschaftung trägt und Ihre Bonität stimmt.
    • Ab der fünften vermieteten Einheit bei derselben Bank gilt nach Art. 124 CRR eine strengere Einstufung.
    • Schuldzinsen und Abschreibung mindern bei vermieteten Objekten die Steuerlast, die Tilgung nicht.

    Was ist eine Kapitalanlage-Finanzierung?

    Eine Kapitalanlage-Finanzierung ist ein Immobiliendarlehen für ein Objekt, das der Käufer vermietet statt selbst zu bewohnen. Sicherheit ist wie bei der Eigennutzung die Immobilie selbst, eingetragen über eine Grundschuld im Grundbuch.

    Der Unterschied zur Eigennutzung liegt in der Rückzahlung: Bei einer selbstgenutzten Immobilie zahlt der Käufer die Rate allein aus seinem Einkommen, bei einer Kapitalanlage tragen zusätzlich die Mieteinnahmen zur Rate bei. Die Bank prüft deshalb nicht nur den Käufer, sondern auch, ob sich das Objekt dauerhaft vermieten lässt.

    Daraus folgt eine zweite Besonderheit: Bei einer Kapitalanlage zählt die Rendite, nicht der persönliche Geschmack. Lage, Mietniveau und Zustand entscheiden darüber, ob die Rechnung aufgeht, und ob die Bank mitgeht. FinanzPlusImmo sortiert deshalb schon vor der Anfrage, welche Bank zu welchem Objekttyp passt.

    Wie viel Eigenkapital brauchen Sie für eine Kapitalanlage?

    Für eine vermietete Immobilie sollten Sie mindestens die Kaufnebenkosten aus Eigenkapital tragen können. Wie viel darüber hinaus nötig ist, hängt davon ab, welchen Wert die Bank für das Objekt ansetzt und wie gut die Miete den Kapitaldienst deckt.

    In Rheinland-Pfalz fallen 5 Prozent Grunderwerbsteuer an, dazu rund 1,5 bis 2 Prozent für Notar und Grundbuch und gegebenenfalls eine Maklerprovision. Bei einer Wohnung für 250.000 Euro sind das ohne Makler bereits 16.250 bis 17.500 Euro. Banken finanzieren diese Kosten ungern mit, weil ihnen kein verwertbarer Gegenwert gegenübersteht.

    Bei einer Kapitalanlage kann es sich trotzdem lohnen, nicht das gesamte Eigenkapital einzusetzen: Die Zinsen einer vermieteten Immobilie mindern Ihre Steuerlast, die Liquidität bleibt für Instandhaltung und Leerstand verfügbar. Ob das für Sie passt, entscheiden Beleihungsauslauf, Haushaltsrechnung und Ihr Steuerberater gemeinsam. Die Grundlagen erklären die Beiträge zum Eigenkapital und zu den Kaufnebenkosten.

    Baustein Höhe Wer ihn trägt
    Grunderwerbsteuer 5 Prozent des Kaufpreises in Rheinland-Pfalz Eigenkapital
    Notar und Grundbuch Rund 1,5 bis 2 Prozent des Kaufpreises Eigenkapital
    Maklerprovision Nach Vereinbarung, entfällt beim Kauf ohne Makler Eigenkapital
    Lücke zwischen Kaufpreis und Darlehen Hängt vom Beleihungswert der Bank ab Eigenkapital oder zusätzliche Sicherheit
    Restlicher Kaufpreis Darlehen gegen Grundschuld Bank

    Lässt sich eine Kapitalanlage ohne Eigenkapital finanzieren?

    Eine vermietete Immobilie lässt sich ohne Eigenkapital finanzieren, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind. Die wichtigste: Das Objekt muss den Kapitaldienst tragen, also muss die angesetzte Miete nach Abzug der Bewirtschaftungskosten Zins und Tilgung decken. Dazu kommen Ihre Bonität und, bei mehreren Objekten, Ihr Track Record als Vermieter.

    Weil die Bank mit ihrem Beleihungswert rechnet und nicht mit dem Kaufpreis, ist eine Vollfinanzierung durch die Grundschuld allein nicht gedeckt. Die Lücke schließen dann das Objekt und Sie als Darlehensnehmer. Zusätzlich kann eine Grundschuld auf einer bereits weitgehend bezahlten Immobilie den Beleihungsauslauf verbessern.

    Was Banken dafür grundsätzlich verlangen, beschreibt der Beitrag Vollfinanzierung: was die Bank dafür verlangt, die Frage nach den Nebenkosten die Seite Kaufnebenkosten mitfinanzieren.

    Voraussetzung Was die Bank prüft
    Kapitaldienst aus dem Objekt Die angesetzte Kaltmiete deckt nach Abzug der Bewirtschaftungskosten Zins und Tilgung
    Persönliche Bonität Einkommen, Vermögen, bestehende Verpflichtungen und eine saubere Schufa
    Track Record Erfahrung als Vermieter und bestehende Objekte, die sich tragen
    Objektqualität Lage, Zustand, Vermietungsstand und ein Beleihungswert nahe am Kaufpreis

    Lohnt es sich noch, Immobilien als Kapitalanlage zu kaufen?

    Eine Immobilie als Kapitalanlage lohnt sich, wenn die Miete nach Bewirtschaftung einen großen Teil des Kapitaldienstes trägt, das Objekt dauerhaft vermietbar ist und der Kaufpreis zur erzielbaren Miete passt. Ob das heute noch gilt, entscheidet nicht der Immobilienmarkt als Ganzes, sondern die Rechnung für das einzelne Objekt.

    Banken prüfen genau diese Rechnung: angesetzte Miete gegen Zins und Tilgung, dazu Ihre übrige Haushaltsrechnung. Die Übersicht zeigt, was für und was gegen einen Kauf spricht. Wie Ihr Objekt dasteht, zeigt der Rechner oben auf dieser Seite in etwa zwei Minuten.

    Kriterium Spricht für den Kauf Spricht dagegen
    Kaufpreis und Miete Der Kaufpreisfaktor passt zu Lage und Zustand Der Preis lässt sich nur mit künftigen Mieterhöhungen rechtfertigen
    Kapitaldienst Die angesetzte Miete trägt den größten Teil der Rate Ihr Einkommen muss dauerhaft einen großen Teil zuschießen
    Zustand Instandhaltungsbedarf ist bekannt und eingepreist Sanierungsstau ist unklar oder nicht bezifferbar
    Standort Stabile Nachfrage nach Mietwohnungen Leerstand im Umfeld, sinkende Bevölkerung
    Reserve Rücklage für Leerstand und Reparaturen bleibt verfügbar Das gesamte Eigenkapital steckt im Kauf

    Welche Immobilien eignen sich als Kapitalanlage?

    Als Kapitalanlage eignen sich vor allem Eigentumswohnungen, Mehrfamilienhäuser und Wohn- und Geschäftshäuser. Jede Objektart wird von der Bank anders geprüft, deshalb hängt von der Wahl auch ab, welche Bank passt.

    Geht es um ein ganzes Haus, finden Sie die Einzelheiten unter Mehrfamilienhaus finanzieren.

    Objektart Stärke Worauf die Bank achtet
    Eigentumswohnung im Bestand Einstieg mit kleinerem Betrag, einzeln verkaufbar Teilungserklärung, Protokolle, Rücklage und Hausgeld
    Neubauwohnung Geringer Instandhaltungsbedarf, 3 Prozent lineare Abschreibung Kaufpreis im Verhältnis zur Miete, Bauträger und Fertigstellung
    Mehrfamilienhaus Mehrere Mieten, alle Entscheidungen bei Ihnen Ertragswert, Kapitaldienst aus dem Objekt, Track Record
    Wohn- und Geschäftshaus Mischung aus Wohn- und Gewerbemiete Höhe des Gewerbeanteils, getrennte Bewertung, nicht jede Bank finanziert

    Wie bewerten Banken Mieteinnahmen?

    Banken rechnen Mieteinnahmen nicht in voller Höhe an, sondern mit einem Sicherheitsabschlag für Leerstand und Instandhaltung. Der Grund ist einfach: Eine Wohnung steht irgendwann einmal leer, und Reparaturen fallen unabhängig davon an, ob gerade Miete fließt.

    Verbreitet sind zwei Wege. Manche Banken setzen rund 75 Prozent der Kaltmiete an, andere rechnen mit einem Pauschalwert je Quadratmeter. Welcher Weg gilt, entscheidet die jeweilige Bank nach ihren eigenen Richtlinien.

    Für den Käufer bedeutet das: Die tatsächliche Miete und die angerechnete Miete sind zwei verschiedene Zahlen. Wer mit der vollen Kaltmiete kalkuliert, überschätzt seinen Spielraum in der Haushaltsrechnung der Bank. FinanzPlusImmo rechnet deshalb mit Ihnen durch, wie die jeweilige Bank Ihren Fall ansetzt, bevor die Anfrage rausgeht. Eine erste Einschätzung liefert der Rechner oben auf dieser Seite.

    Worauf achten Banken beim Objekt?

    Banken achten bei einer Kapitalanlage vor allem auf vier Punkte: Lage, Vermietbarkeit, Zustand und Beleihungsauslauf. Der Grund liegt in der Konstruktion, die Miete ist Teil der Rückzahlungsfähigkeit, also muss das Objekt selbst überzeugen.

    • Lage: Bevölkerungsentwicklung, Infrastruktur und Nachfrage am Standort
    • Vermietbarkeit: Grundriss, Größe und Mietniveau im Umfeld, bestehende Mietverträge
    • Zustand: Baujahr, Modernisierungsstand und absehbarer Instandhaltungsbedarf
    • Beleihungsauslauf: das Verhältnis von Darlehenssumme zum Immobilienwert

    Je niedriger der Beleihungsauslauf, desto besser fällt in der Regel die Kondition aus. Deshalb prüft FinanzPlusImmo vorab, wie viel Eigenkapital sinnvoll eingesetzt wird. Wie die Bank eine einzelne Wohnung bewertet, zeigt der Ratgeber Wie die Bank eine Eigentumswohnung bewertet.

    Was ändert sich ab der fünften vermieteten Wohnung?

    Ab der fünften vermieteten Einheit, die bei derselben Bank als Sicherheit dient, stuft diese Bank Ihre Finanzierung aufsichtsrechtlich strenger ein. Nach Art. 124 Abs. 2 CRR darf sie vermietete Wohneinheiten einer Privatperson seit dem 1. Januar 2025 nur dann wie einen gewöhnlichen Wohnimmobilienkredit behandeln, wenn bei ihr nicht mehr als 4 Immobilien oder Wohneinheiten als Sicherheit dienen.

    Die Zählung gilt je Bank, nicht für Ihren gesamten Bestand. Wer drei Wohnungen bei der Hausbank und zwei bei einer anderen Bank finanziert, liegt bei keiner der beiden über der Grenze. Unabhängig davon betrachtet jede Bank mit wachsendem Bestand Ihre gesamte Haushaltsrechnung: alle Darlehen mit Restschuld, alle angesetzten Mieten und die Enden der Zinsbindungen.

    Wann Ihre Finanzierung insgesamt wie ein Portfolio betrachtet wird, lesen Sie im Ratgeber ab wann die Bank Ihre Immobilien als Portfolio bewertet.

    Welche Tilgung und Zinsbindung passen zur Kapitalanlage?

    Bei einer Kapitalanlage ist die Tilgung eine Abwägung zwischen Überschuss und Restschuld. Eine niedrigere Tilgung lässt monatlich mehr von der Miete übrig, eine höhere senkt die Restschuld bis zum Ende der Zinsbindung und damit das Risiko bei der Anschlussfinanzierung. Steuerlich zählen nur die Zinsen als Werbungskosten, die Tilgung nicht.

    Unabhängig von der vereinbarten Laufzeit dürfen Sie ein Darlehen mit festem Sollzins nach § 489 Abs. 1 Nr. 2 BGB 10 Jahre nach vollständiger Auszahlung mit einer Frist von 6 Monaten kündigen. Wer mehrere Objekte besitzt, sollte die Enden der Zinsbindungen staffeln. Mehr dazu im Beitrag zur Zinsbindung.

    Modell So funktioniert es Worauf Sie achten sollten
    Annuitätendarlehen Gleichbleibende Rate aus Zins und Tilgung, der Tilgungsanteil wächst Die übliche Form, gut planbar über die Zinsbindung
    Niedrigere Tilgung Mehr Überschuss aus der Miete, länger hohe Zinsanteile Höhere Restschuld zum Ende der Zinsbindung
    Höhere Tilgung Schnellerer Abbau der Schuld Weniger Spielraum bei Leerstand oder Reparaturen
    Tilgungsaussetzung Nur Zinsen an die Bank, getilgt wird später über einen angesparten Vertrag Rechnet sich nur, wenn der Ansparvertrag nach Kosten mehr bringt als das Darlehen kostet

    Wie berechnen Sie Kaufpreisfaktor und Mietrendite?

    Der Kaufpreisfaktor ist der Kaufpreis geteilt durch die Jahreskaltmiete, die Bruttomietrendite ist die Jahreskaltmiete geteilt durch den Kaufpreis, mal 100. Beide Kennzahlen zeigen, wie viele Jahresmieten Sie für das Objekt bezahlen, und machen Angebote vergleichbar.

    Eine Modellrechnung ohne Aussage zu einem konkreten Objekt: Eine Wohnung mit 800 Euro Kaltmiete im Monat, also 9.600 Euro im Jahr, zu einem Kaufpreis von 240.000 Euro hat einen Kaufpreisfaktor von 25 und eine Bruttomietrendite von 4 Prozent. Die Nettomietrendite liegt darunter, weil Kaufnebenkosten, nicht umlagefähiges Hausgeld und Rücklagen abgezogen werden.

    Für die Bank ist die Rendite nicht die entscheidende Größe, sondern ob die angesetzte Miete den Kapitaldienst trägt. Ob sich ein Kauf für Sie lohnt, hängt zusätzlich von Steuern, Lage und Zustand ab.

    Was läuft steuerlich anders?

    Steuerlich unterscheidet sich eine vermietete Immobilie deutlich von einer selbstgenutzten: Bei vermieteten Objekten sind die Schuldzinsen als Werbungskosten absetzbar, bei selbstgenutzten nicht. Das verändert die Nachsteuerbetrachtung einer Finanzierung erheblich.

    Dazu kommt die Abschreibung auf das Gebäude nach § 7 Absatz 4 EStG. Der Grundstücksanteil wird dabei nicht abgeschrieben, nur das Gebäude. Die Sätze richten sich nach dem Jahr der Fertigstellung:

    • 2 Prozent jährlich bei Fertigstellung ab 1925
    • 2,5 Prozent jährlich bei älteren Gebäuden
    • 3 Prozent jährlich bei Fertigstellung ab 2023

    Verkaufen Sie eine vermietete Immobilie innerhalb von zehn Jahren nach dem Kauf, ist der Gewinn nach § 23 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 EStG steuerpflichtig. Das ist eine allgemeine Einordnung und ersetzt keine Steuerberatung. Für Ihren konkreten Fall sprechen Sie bitte mit Ihrem Steuerberater.

    Gibt es Förderung für eine vermietete Immobilie?

    Für eine vermietete Immobilie gibt es Förderung vor allem bei der energetischen Sanierung, nicht beim Kauf selbst. Die Wohneigentumsprogramme der KfW setzen voraus, dass Sie die Immobilie selbst bewohnen. Förderkredite der KfW für Sanierung und Heizungstausch und Zuschüsse des BAFA für Einzelmaßnahmen stehen dagegen auch Eigentümern vermieteter Gebäude offen.

    Welche Programme gerade offen sind und wie sie sich mit dem Kaufdarlehen verbinden lassen, ändert sich laufend. Das klären wir in der Förderberatung.

    Welche Risiken sollten Sie bei der Finanzierung einplanen?

    Die Finanzierung einer Kapitalanlage hängt an Einnahmen, die ausfallen können. Planen Sie deshalb Reserven für die Fälle ein, in denen die Miete fehlt oder Kosten steigen, bevor Sie die Höhe von Eigenkapital und Tilgung festlegen.

    Risiko Was passiert Wie Sie vorsorgen
    Leerstand Die Rate läuft weiter, die Miete fehlt Liquiditätsreserve und vorsichtiger Mietansatz
    Mietausfall Ein Mieter zahlt nicht, die Räumung dauert Sorgfältige Mieterauswahl und Reserve
    Instandhaltung und Sonderumlage Die Eigentümergemeinschaft beschließt Maßnahmen, die Sie mittragen Protokolle und Rücklage vor dem Kauf prüfen
    Anschlussfinanzierung Die Restschuld wird zu dem Zinsniveau finanziert, das dann gilt Passende Tilgung und Zinsbindung wählen

    Welche Unterlagen braucht die Bank für eine vermietete Wohnung?

    Die Bank prüft bei einer Kapitalanlage Person und Objekt getrennt. Bei einer vermieteten Eigentumswohnung kommen zu den üblichen Unterlagen Nachweise zur Miete und zur Eigentümergemeinschaft hinzu.

    Bereich Unterlagen
    Person Selbstauskunft, Einkommensnachweise, Steuerbescheide bei Selbstständigkeit, Eigenkapitalnachweis, Übersicht bestehender Immobilien und Darlehen
    Objekt Exposé, Kaufvertragsentwurf, Grundbuchauszug, Grundrisse, Wohnflächenberechnung, Energieausweis, Fotos
    Vermietung Mietvertrag oder Mietaufstellung, bei Leerstand eine Einschätzung der erzielbaren Miete
    Eigentumswohnung Teilungserklärung, Protokolle der Eigentümerversammlungen, Wirtschaftsplan und Stand der Rücklage

    Welche Unterlagen im Einzelfall zusätzlich verlangt werden, hängt von der Bank und vom Objekt ab.

    Wie geht FinanzPlusImmo bei Ihrer Kapitalanlage vor?

    FinanzPlusImmo rechnet Ihr Objekt zuerst so, wie die Bank es rechnet, und fragt erst danach dort an, wo Objektart und Bestand in die Richtlinien passen.

    1. Erste Einschätzung über den Rechner oder im Erstgespräch.
    2. Durchsicht von Objekt, Miete und Ihrem bestehenden Bestand.
    3. Auswahl der Banken nach Objektart, Beleihungsauslauf und Anzahl Ihrer Einheiten.
    4. Anfrage mit vollständigen Unterlagen und Abstimmung der Rückfragen.
    5. Vorlage der Angebote und Begleitung bis zum Notartermin.

    Was gilt für Vertriebe und Bauträger?

    Für Vertriebe und Bauträger ist die Kapitalanlage-Finanzierung der Punkt, an dem ein Deal steht oder kippt. FinanzPlusImmo arbeitet deshalb mit Kapitalanlagevertrieben, Bauträgern und Projektentwicklern direkt zusammen und übernimmt die Finanzierung der Käufer.

    Der Vertriebspartner meldet den Fall, FinanzPlusImmo prüft die Machbarkeit und platziert die Anfrage bei der Bank, deren Richtlinien zum Objekt passen. In der Regel liegt die Zusage nach 5 bis 7 Tagen vor, sodass der Notartermin planbar bleibt.

    Alle Details zur Zusammenarbeit, zu Prozessen und Reaktionszeiten finden Sie auf der Seite für Bauträger und Vertriebe. Wie der Vergleich mehrerer Banken funktioniert, erklärt unsere Seite zum Bankenvergleich.

    Geht es nicht um eine einzelne Wohnung, sondern um ein ganzes Objekt, finden Sie die Details unter Mehrfamilienhaus finanzieren und, wenn ein Objekt angekauft, aufgeteilt und einzeln verkauft werden soll, unter Aufteilergeschäft finanzieren.

    Häufige Fragen

    Das hängt von der Bank und vom Objekt ab. Als Faustregel sollten die Kaufnebenkosten aus Eigenkapital gedeckt sein, in Rheinland-Pfalz 5 Prozent Grunderwerbsteuer und rund 1,5 bis 2 Prozent für Notar und Grundbuch, dazu gegebenenfalls die Maklerprovision. Darüber hinaus entscheidet der Beleihungsauslauf, also das Verhältnis von Darlehenssumme zum Wert, den die Bank ansetzt.

    Ja, unter Voraussetzungen. Das Objekt muss den Kapitaldienst tragen, also muss die angesetzte Miete nach Abzug der Bewirtschaftungskosten Zins und Tilgung decken. Dazu kommen eine gute Bonität und bei mehreren Objekten ein Track Record als Vermieter. Eine zusätzliche Grundschuld auf einer weitgehend bezahlten Immobilie kann den Beleihungsauslauf verbessern.

    Banken rechnen die Mieteinnahmen nicht voll an, sondern mit einem Sicherheitsabschlag für Leerstand und Instandhaltung. Verbreitet sind ein Ansatz von rund 75 Prozent der Kaltmiete oder ein Pauschalwert je Quadratmeter. Welcher Weg gilt, entscheidet die jeweilige Bank nach ihren eigenen Richtlinien.

    Bei einer selbstgenutzten Immobilie zahlen Sie die Rate allein aus Ihrem Einkommen. Bei einer Kapitalanlage tragen zusätzlich die Mieteinnahmen zur Rate bei, weshalb die Bank die Vermietbarkeit des Objekts mitprüft. Auch steuerlich wird eine vermietete Immobilie anders behandelt als eine selbstgenutzte.

    Bei vermieteten Objekten sind die Schuldzinsen als Werbungskosten absetzbar, die Tilgung nicht. Dazu kommt die Abschreibung auf das Gebäude nach § 7 Absatz 4 EStG: 2 Prozent jährlich bei Fertigstellung ab 1925, 2,5 Prozent bei älteren Gebäuden und 3 Prozent bei Fertigstellung ab 2023. Das ist eine allgemeine Einordnung und ersetzt keine Steuerberatung.

    Grundsätzlich ja. Die Bank betrachtet dann Ihre gesamte Haushaltsrechnung, also alle laufenden Darlehen, alle angerechneten Mieteinnahmen und Ihre Bonität. Je nach Bank fällt diese Bewertung unterschiedlich aus, weshalb sich bei Bestandsportfolios der Vergleich mehrerer Banken besonders lohnt.

    Nach Art. 124 Abs. 2 CRR darf eine Bank vermietete Wohneinheiten einer Privatperson seit dem 1. Januar 2025 nur dann wie einen gewöhnlichen Wohnimmobilienkredit behandeln, wenn bei ihr nicht mehr als 4 Immobilien oder Wohneinheiten als Sicherheit dienen. Gezählt wird je Bank, nicht über Ihren gesamten Bestand.

    Das ist eine Abwägung. Eine niedrigere Tilgung lässt mehr von der Miete übrig und hält die abziehbaren Zinsen länger hoch, eine höhere senkt die Restschuld zum Ende der Zinsbindung und damit das Risiko der Anschlussfinanzierung. Welche Höhe passt, hängt von Reserven, Bestand und Steuersituation ab.

    Zur Person Selbstauskunft, Einkommensnachweise, Eigenkapitalnachweis und eine Übersicht bestehender Immobilien und Darlehen. Zum Objekt Exposé, Kaufvertragsentwurf, Grundbuchauszug, Grundrisse, Wohnflächenberechnung und Energieausweis. Dazu kommen Mietvertrag, Teilungserklärung, Protokolle der Eigentümerversammlungen und Angaben zur Rücklage.

    Die Kreditsumme allein bestimmt das Eigenkapital nicht, entscheidend sind Kaufpreis und Beleihungswert. Soll eine Immobilie für 500.000 Euro voll finanziert werden, brauchen Sie in Rheinland-Pfalz mindestens die Kaufnebenkosten aus eigenen Mitteln, ohne Makler 32.500 bis 35.000 Euro. Liegt der Beleihungswert der Bank unter dem Kaufpreis, kommt die Lücke hinzu, sofern Objekt, Bonität und Track Record sie nicht tragen.

    Eine feste Vermögensgrenze gibt es nicht. Sinnvoll ist der Einstieg, wenn Sie die Kaufnebenkosten aus eigenen Mitteln zahlen und danach eine Reserve für Leerstand und Reparaturen behalten können, und wenn die Miete nach Bewirtschaftung zusammen mit Ihrem Einkommen den Kapitaldienst sicher trägt. Bei einer Wohnung für 250.000 Euro fallen in Rheinland-Pfalz ohne Makler 16.250 bis 17.500 Euro Nebenkosten an. Wer bereits Immobilien besitzt, kann eine Grundschuld auf einem bestehenden Objekt als zusätzliche Sicherheit einsetzen.

    Liegen zwischen Kauf und Verkauf einer vermieteten Immobilie nicht mehr als zehn Jahre, ist der Gewinn nach § 23 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 EStG steuerpflichtig. Ausgenommen sind Immobilien, die ausschließlich oder im Verkaufsjahr und den beiden Jahren davor selbst bewohnt wurden. Die Einordnung im Einzelfall nimmt Ihr Steuerberater vor.

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    Kaufpreis, Miete, Eigenkapital und Ihr Bestand: In zwei Minuten sehen Sie, ob die Bank Ihre vermietete Immobilie tragen würde. Danach sprechen wir über die passende Bank.

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