Kesselheim hat die niedrigsten Wohnungspreise im Stadtgebiet und gleichzeitig die höchste Bruttomietrendite. Beides hängt zusammen, und beides hat einen Preis, den man kennen sollte.
Kesselheim liegt im Norden der Stadt am Rhein, abseits der Innenstadt und nahe am Hafen- und Industriegebiet. Das schlägt sich im Preis nieder (Sparkasse Koblenz, Immobilienmarkt 2026, Datenstand 2025):
| Wohnfläche | Ø Preis je m² | Ø Gesamtpreis | Spanne je m² |
|---|---|---|---|
| Wohnflächebis 40 m² | Ø Preis je m²2.430 € | Ø Gesamtpreis87.500 € | Spanne je m²2.050 bis 3.130 € |
| Wohnfläche40 bis 80 m² | Ø Preis je m²2.220 € | Ø Gesamtpreis144.300 € | Spanne je m²1.830 bis 3.380 € |
| Wohnfläche80 bis 120 m² | Ø Preis je m²2.270 € | Ø Gesamtpreis199.800 € | Spanne je m²2.010 bis 3.480 € |
Zum Vergleich: Dieselbe mittlere Flächenklasse kostet in der Altstadt 2.880 Euro und in Oberwerth 2.990 Euro je Quadratmeter.
Aus 9,55 Euro Kaltmiete und 2.220 Euro Kaufpreis je Quadratmeter ergibt sich eine Bruttomietrendite von rund 5,2 Prozent. Das ist der höchste Wert unter den Koblenzer Teilmärkten.
Der Grund ist rechnerisch einfach: Die Miete liegt nur rund 19 Prozent unter dem Spitzenwert der Altstadt, der Kaufpreis aber rund 23 Prozent darunter. Diese Schere ist typisch für Randlagen und der eigentliche Grund, warum Kapitalanleger dort suchen.
Die Rendite ist nur eine von mehreren Größen, und sie ist die, die sich am leichtesten rechnen lässt. Drei Punkte gehören daneben:
Wer auf laufenden Ertrag setzt, ist hier richtig. Wer auf Wertzuwachs setzt, sollte sich die Zahlen der zentralen Teilmärkte danebenlegen.
Ein Einfamilienhaus kostet im Schnitt 416.500 Euro bei 2.380 Euro je Quadratmeter, mit 175 Quadratmetern Wohnfläche auf 420 Quadratmetern Grundstück. Die Spanne reicht von 132.300 bis 834.000 Euro. Doppelhaushälften liegen bei 330.400 Euro, Reihenhäuser bei 311.900 Euro.
Auffällig ist die Grundstücksgröße bei Doppelhaushälften: Der Bericht weist im Schnitt 800 Quadratmeter aus, deutlich mehr als in den innenstadtnahen Teilmärkten. Für Käufer mit Platzbedarf ist das ein Argument, das im reinen Quadratmeterpreis nicht sichtbar wird.
Die Bank finanziert gegen den Beleihungswert, nicht gegen den Kaufpreis. Ermittelt wird er nach der Beleihungswertermittlungsverordnung, die einen bewusst vorsichtigen Wert vorschreibt: Er soll über die gesamte Beleihungsdauer erzielbar sein.
In Märkten mit weniger Transaktionen fällt der Sicherheitsabschlag tendenziell höher aus, weil die Verwertbarkeit schwerer einzuschätzen ist. Ein günstiges Objekt kann deshalb einen höheren Beleihungsauslauf haben als ein teureres in zentraler Lage. Das ist einer der Gründe, warum wir vor der Bankanfrage den Beleihungswert schätzen und nicht einfach den Kaufpreis in die Rechnung stellen.
Zweiter Punkt bei kleineren Kaufpreisen: Manche Institute haben Mindestdarlehenssummen und finanzieren Objekte unter einer bestimmten Größe gar nicht. Welche das sind, klären wir vor der Anfrage.
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KapitalanlageDieser Beitrag gibt allgemeine Hinweise und ersetzt keine Beratung im Einzelfall. Rechtsstand ist der . Für steuerliche Fragen ziehen Sie bitte zusätzlich einen Steuerberater hinzu.
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