Wohnung kaufen in Lützel, Neuendorf und Wallersheim

    In Lützel, Neuendorf und Wallersheim sind die Wohnungspreise in zwölf Monaten um 8,3 Prozent gestiegen, stärker als in jedem anderen Koblenzer Teilmarkt. Die Mieten sind nicht mitgegangen. Was das für einen Kauf bedeutet, steht in den Zahlen des Marktberichts.

    Illustration einer Stadtsilhouette als Kopfmotiv für den Beitrag über den Wohnungsmarkt in Koblenz Lützel, Neuendorf und Wallersheim
    Enis Recica Immobiliar-Darlehensvermittler nach § 34i GewO, Reg.-Nr. D-IR9N-6D2DR-51 Zuletzt geprüft am 9 Minuten Lesezeit

    Kurz gefasst

    • Eigentumswohnungen zwischen 40 und 80 Quadratmetern kosten in Lützel, Neuendorf und Wallersheim 2.650 Euro je Quadratmeter, bei durchschnittlich 59 Quadratmetern also rund 156.400 Euro (Sparkasse Koblenz, Immobilienmarkt 2026, Datenstand 2025).
    • Die Wohnungspreise sind in zwölf Monaten um 8,3 Prozent gestiegen, der stärkste Anstieg unter den 16 Koblenzer Teilmärkten. Die Mieten legten im selben Zeitraum um 2,7 Prozent zu, die Häuserpreise gaben um 0,9 Prozent nach.
    • Die Mietrendite liegt bei 4,0 Prozent im Jahr und ist um 0,2 Prozentpunkte gefallen. Der Teilmarkt ist damit nicht mehr der Renditevorsprung, für den er lange stand.

    Was eine Wohnung in Lützel, Neuendorf und Wallersheim kostet

    Eine Eigentumswohnung zwischen 40 und 80 Quadratmetern kostet dort 2.650 Euro je Quadratmeter, bei durchschnittlich 59 Quadratmetern also rund 156.400 Euro. Über alle Wohnungen hinweg weist der Bericht 2.880 Euro je Quadratmeter aus, die Gesamtstadt Koblenz liegt bei 3.190 Euro. Der Teilmarkt liegt damit rund zehn Prozent unter dem Stadtschnitt (Sparkasse Koblenz, Immobilienmarkt 2026, Datenstand 2025):

    Wohnflächebis 40 m² Ø Preis je m²2.910 € Ø Gesamtpreis96.000 € Spanne je m²1.980 bis 4.300 €
    Wohnfläche40 bis 80 m² Ø Preis je m²2.650 € Ø Gesamtpreis156.400 € Spanne je m²1.770 bis 4.640 €
    Wohnfläche80 bis 120 m² Ø Preis je m²2.710 € Ø Gesamtpreis249.300 € Spanne je m²1.950 bis 4.780 €
    Wohnflächeüber 120 m² Ø Preis je m²3.020 € Ø Gesamtpreis431.900 € Spanne je m²2.210 bis 4.450 €

    Die drei Stadtteile liegen im Norden von Koblenz, zwischen Rhein und Mosel und nahe an Hafen, Gleisanlagen und Gewerbe. Der Bericht fasst sie zu einem Teilmarkt zusammen, weil sich ihre Preisniveaus ähneln.

    Der stärkste Preisanstieg unter allen 16 Koblenzer Teilmärkten

    Die Wohnungspreise sind in zwölf Monaten um 8,3 Prozent gestiegen, gerechnet auf Basis der Quadratmeterpreise. Kein anderer der 16 Koblenzer Teilmärkte kommt auf einen so hohen Wert. Die Gesamtstadt liegt bei plus 5,3 Prozent, die Innenstadt mit Altstadt, Mitte und Süd bei plus 1,0 Prozent.

    Die Mieten sind nicht im selben Tempo mitgegangen. Sie legten um 2,7 Prozent zu. Die Häuserpreise gaben sogar um 0,9 Prozent nach, was zeigt, dass die Bewegung ein reines Wohnungsthema ist.

    Im längeren Verlauf ordnet sich das ein. Der Bericht zeigt die Wohnungspreise als Quartalswerte von rund 2.240 Euro je Quadratmeter am Anfang der Reihe im Jahr 2018 über ein Hoch bei rund 2.920 Euro und ein Zwischentief bei rund 2.740 Euro bis auf zuletzt rund 2.820 Euro. Die Kaltmieten liefen im selben Zeitraum von rund 7,60 Euro auf rund 9,60 Euro je Quadratmeter, ohne den Rückschlag der Kaufpreise mitzumachen.

    Eine Jahreszahl ist kein Trend. Der Bericht weist selbst darauf hin, dass die Bereinigung von Mikroapartments und möblierten Wohnungen bei kleineren Teilmärkten zu Schwankungen gegenüber den Vorjahren führen kann.

    Warum die Mietrendite trotzdem gefallen ist

    Weil die Kaufpreise schneller gestiegen sind als die Mieten. Der Bericht weist für den Teilmarkt eine Mietrendite von 4,0 Prozent im Jahr aus, mit einem Trend von minus 0,2 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr. Das ist die direkte Folge aus 8,3 Prozent Preisplus gegen 2,7 Prozent Mietplus.

    Interessanter als der Gesamtwert ist die mittlere Flächenklasse, weil dort die meisten Kapitalanlagen liegen. Aus 10,15 Euro Kaltmiete und 2.650 Euro Kaufpreis je Quadratmeter ergibt sich eine Bruttomietrendite von rund 4,6 Prozent. Dieselbe Rechnung für andere Teilmärkte:

    Teilmarkt, 40 bis 80 m²Lützel, Neuendorf, Wallersheim Ø Preis je m²2.650 € Ø Kaltmiete je m²10,15 € Bruttorenditerund 4,6 %
    Teilmarkt, 40 bis 80 m²Altstadt, Mitte, Süd Ø Preis je m²2.880 € Ø Kaltmiete je m²11,75 € Bruttorenditerund 4,9 %
    Teilmarkt, 40 bis 80 m²Kesselheim Ø Preis je m²2.220 € Ø Kaltmiete je m²9,55 € Bruttorenditerund 5,2 %

    Alle Werte sind Bruttowerte vor Kaufnebenkosten, Hausgeld, Instandhaltung und Mietausfallwagnis. Grundlage sind die Zahlen der Sparkasse Koblenz, Immobilienmarkt 2026, Datenstand 2025; die Renditen sind daraus gerechnet.

    Der Norden ist weder der günstigste noch der ertragreichste Teil der Stadt

    Das ist die eigentliche Nachricht des Berichts für diesen Teilmarkt. Lange galt der Norden als der Korridor, in dem man günstig einsteigt und dafür Rendite bekommt. Nach den aktuellen Zahlen stimmt beides nur noch eingeschränkt: Beim Preis liegen Kesselheim, Lay und Moselweiß, Arenberg und Rübenach darunter, bei der Rendite liegen Kesselheim, Metternich und die Innenstadt darüber.

    Wer heute dort kauft, kauft also nicht mehr den Renditevorsprung, sondern die Erwartung, dass die Aufholbewegung weitergeht. Das ist eine legitime Wette, aber es ist eine andere als die, mit der die meisten in diesen Teilmarkt gehen. Wie sich ein reiner Ertragsmarkt dagegen liest, zeigt der Beitrag zum Wohnungsmarkt in Kesselheim.

    Einfache, mittlere und gute Wohnlage in einem Teilmarkt

    Hier gibt es alle drei unteren Lagestufen, aber keine sehr gute und keine Top-Wohnlage. Das ist ungewöhnlich: Von den 16 Koblenzer Teilmärkten weisen nur zwei überhaupt eine einfache Wohnlage aus, dieser und die Karthause. Genau daraus entsteht die große Spanne innerhalb weniger Straßen.

    Wohnlageeinfach Wohnung, Kaufpreis je m²1.770 bis 2.530 € Wohnung, Kaltmiete je m²6,20 bis 9,10 €
    Wohnlagemittel Wohnung, Kaufpreis je m²2.070 bis 3.710 € Wohnung, Kaltmiete je m²7,35 bis 13,15 €
    Wohnlagegut Wohnung, Kaufpreis je m²2.770 bis 4.780 € Wohnung, Kaltmiete je m²9,30 bis 17,70 €

    Zwischen der günstigsten und der teuersten Wohnung desselben Teilmarkts liegt der Faktor 2,7. Ein Durchschnittswert trägt hier deshalb weniger weit als anderswo.

    Der Zustand entscheidet mehr als die Adresse

    Im Norden von Koblenz steht viel Vorkriegsbestand, und genau dort ist der Abstand zwischen unsaniert und saniert am größten. Der Bericht führt Kaufpreise und Mieten nach Bau- und Sanierungsjahr, jeweils vom renovierungsbedürftigen bis zum sanierten Zustand:

    Baujahr oder Sanierungsstandbis 1950 Kaufpreis je m²1.770 bis 3.150 € Kaltmiete je m²6,20 bis 11,55 €
    Baujahr oder Sanierungsstandbis 1970 Kaufpreis je m²1.980 bis 3.360 € Kaltmiete je m²6,80 bis 12,15 €
    Baujahr oder Sanierungsstandbis 1996 Kaufpreis je m²2.070 bis 3.660 € Kaltmiete je m²7,35 bis 13,10 €
    Baujahr oder Sanierungsstandbis 2011 Kaufpreis je m²2.450 bis 4.150 € Kaltmiete je m²8,15 bis 15,40 €
    Baujahr oder Sanierungsstandbis 2020 Kaufpreis je m²2.880 bis 4.780 € Kaltmiete je m²8,85 bis 17,70 €

    Ein unsanierter Altbau bis 1950 und eine sanierte Wohnung derselben Straße können sich im Quadratmeterpreis fast verdoppeln. Wer ein Inserat gegen den Marktschnitt hält, muss deshalb zuerst die Zeile finden, in die das Objekt gehört.

    Häuser im Teilmarkt

    Ein Einfamilienhaus kostet im Schnitt 481.600 Euro bei 2.240 Euro je Quadratmeter, mit 215 Quadratmetern Wohnfläche auf 495 Quadratmetern Grundstück. Die Spanne ist weit und reicht von 120.800 bis 792.300 Euro.

    HaustypEinfamilienhaus Ø Gesamtpreis481.600 € Ø Preis je m²2.240 € Ø Wohn- und Grundstücksfläche215 / 495 m²
    HaustypDoppelhaushälfte Ø Gesamtpreis366.300 € Ø Preis je m²2.220 € Ø Wohn- und Grundstücksfläche165 / 490 m²
    HaustypReihenhaus Ø Gesamtpreis305.200 € Ø Preis je m²2.180 € Ø Wohn- und Grundstücksfläche140 / 285 m²
    HaustypZweifamilienhaus Ø Gesamtpreis384.200 € Ø Preis je m²2.260 € Ø Wohn- und Grundstücksfläche170 / 595 m²

    Häuser laufen hier gegen die Wohnungen: minus 0,9 Prozent in zwölf Monaten. Wer Haus und Wohnung im selben Stadtteil vergleicht, vergleicht zwei Märkte, die sich gerade in verschiedene Richtungen bewegen.

    Modellrechnung: was eine Wohnung mit 59 Quadratmetern an Kapital bindet

    Die folgende Rechnung ist eine Modellrechnung mit offen genannten Annahmen und keine Zusage. Sie geht vom Durchschnitt der mittleren Flächenklasse aus, also 156.400 Euro Kaufpreis für rund 59 Quadratmeter, und rechnet ohne Maklerprovision.

    PositionKaufpreis AnnahmeØ 40 bis 80 m², Marktbericht Betrag156.400 €
    PositionGrunderwerbsteuer Annahme5,0 % in Rheinland-Pfalz, § 11 GrEStG Betrag7.820 €
    PositionNotar und Grundbuch Annahme1,5 bis 2,0 % Betrag2.350 bis 3.130 €
    PositionEigenkapital AnnahmeNebenkosten plus 20 % des Kaufpreises Betrag41.450 bis 42.230 €
    PositionDarlehensbedarf AnnahmeKaufpreis minus 20 % Eigenkapital Betrag125.120 €
    PositionBeleihungsauslauf auf den Kaufpreis Annahme125.120 € von 156.400 € Betrag80,0 %

    Die Rechnung endet hier bewusst. Eine monatliche Rate lässt sich ohne Zinssatz nicht bilden, und Konditionen gehören ins Gespräch und nicht in einen Ratgebertext, weil sie mit jeder Zinsbewegung veralten.

    Was die Bank in diesem Teilmarkt zusätzlich prüft

    Sie prüft, ob der Preis nachhaltig ist. Die Bank finanziert nicht gegen den Kaufpreis, sondern gegen den Beleihungswert. Ermittelt wird er nach der Beleihungswertermittlungsverordnung, die einen bewusst vorsichtigen Wert vorschreibt: Er soll über die gesamte Beleihungsdauer erzielbar sein, nicht nur am Kauftag.

    Ein Anstieg von 8,3 Prozent in einem Jahr ist für eine Bank deshalb kein Argument für einen höheren Wert, sondern eher ein Anlass für Zurückhaltung. Dazu kommen der hohe Altbauanteil und die einfache Wohnlage, die beide auf den Sicherheitsabschlag wirken. Der Beleihungsauslauf auf den Beleihungswert fällt damit regelmäßig höher aus als die 80 Prozent aus der Modellrechnung oben. Wie diese Stufen die Finanzierung verändern, steht im Beitrag zum Beleihungsauslauf.

    • Ist-Miete statt Wunschmiete. Gerechnet wird mit dem, was im Mietvertrag steht. Liegt die Ist-Miete unter dem Klassenschnitt von 10,15 Euro, ist das ein Argument für das Potenzial, aber keine Größe, mit der die Bank kalkuliert.
    • Energetischer Zustand. Der Bericht nennt die Energieeffizienz ausdrücklich als Preisfaktor. In einem Bestand mit vielen Gebäuden vor 1950 ist das die Frage, die den Unterschied zwischen den beiden Enden der Preisspanne erklärt.
    • Mindestdarlehenssummen. Bei Kaufpreisen um 100.000 Euro fallen einige Institute aus, weil sie unterhalb einer bestimmten Darlehenshöhe gar nicht anbieten. Welche das sind, klären wir vor der Anfrage und nicht danach.

    Wie eine Bank eine vermietete Eigentumswohnung im Einzelnen bewertet, steht im Beitrag zur Bewertung einer Eigentumswohnung.

    Wie Sie die Zahlen auf ein konkretes Objekt anwenden

    In drei Schritten, und in dieser Reihenfolge. Der Marktschnitt ist der letzte Schritt, nicht der erste, weil er erst aussagekräftig wird, wenn Zustand und Lage eingeordnet sind.

    1. Zeile finden. Baujahr und Sanierungsstand bestimmen, dann die passende Zeile aus der Tabelle nach Bau- und Sanierungsjahr nehmen. Ein unsanierter Altbau gehört nicht an den Gesamtschnitt von 2.880 Euro.
    2. Lage einordnen. Einfach, mittel oder gut, denn allein daraus entsteht eine Spanne von 1.770 bis 4.780 Euro je Quadratmeter.
    3. Miete gegenrechnen. Ist-Miete je Quadratmeter gegen den Schnitt der Flächenklasse stellen. Erst daraus wird eine belastbare Bruttorendite, und erst damit lässt sich eine Bankanfrage plausibel begründen. Wie hoch die Kosten neben dem Kaufpreis insgesamt ausfallen, steht im Beitrag zu den Kaufnebenkosten.

    Alle Marktzahlen in diesem Beitrag stammen aus dem Immobilienmarktbericht 2026 der Sparkasse Koblenz, Teilmarkt 1.12, Datenstand 2025. Steuerliche Fragen zur Vermietung, etwa zur Abschreibung oder zur Abgrenzung von Erhaltungs- und Herstellungsaufwand, gehören zu Ihrer Steuerberatung.

    Häufige Fragen

    Wohnungen zwischen 40 und 80 Quadratmetern kosten 2.650 Euro je Quadratmeter, bei durchschnittlich 59 Quadratmetern also rund 156.400 Euro (Sparkasse Koblenz, Immobilienmarkt 2026, Datenstand 2025). Wohnungen bis 40 Quadratmeter liegen bei 2.910 Euro je Quadratmeter und rund 96.000 Euro, Wohnungen zwischen 80 und 120 Quadratmetern bei 2.710 Euro und rund 249.300 Euro. Über alle Wohnungen hinweg weist der Bericht 2.880 Euro je Quadratmeter aus. Die Gesamtstadt liegt bei 3.190 Euro, der Teilmarkt also rund zehn Prozent darunter.

    Der Bericht weist für die Wohnungen in diesem Teilmarkt plus 8,3 Prozent in zwölf Monaten aus, gerechnet auf Basis der Quadratmeterpreise. Das ist der höchste Wert unter den 16 Koblenzer Teilmärkten, die Gesamtstadt liegt bei plus 5,3 Prozent. Der Bericht nennt dafür keine Begründung, er misst nur. Plausibel ist eine Aufholbewegung: Wo das Preisniveau niedrig startet, wirkt jede Sanierung und jeder gehobene Verkauf stärker auf den Durchschnitt. Der Bericht selbst weist darauf hin, dass bei kleineren Teilmärkten die Bereinigung von Mikroapartments und möblierten Wohnungen zu Schwankungen gegenüber den Vorjahren führen kann. Eine einzelne Jahreszahl sollte deshalb nicht als Trend gelesen werden.

    Der Bericht weist 4,0 Prozent im Jahr aus, mit einem Trend von minus 0,2 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr. Rechnet man nur die mittlere Flächenklasse von 40 bis 80 Quadratmetern, ergeben 10,15 Euro Kaltmiete und 2.650 Euro Kaufpreis je Quadratmeter eine Bruttomietrendite von rund 4,6 Prozent. Zum Vergleich, nach derselben Rechnung: Altstadt, Mitte und Süd kommen auf rund 4,9 Prozent, Kesselheim auf rund 5,2 Prozent. Der Norden ist damit weder der günstigste noch der ertragreichste Teil der Stadt. Alle Werte sind Bruttowerte vor Kaufnebenkosten, Hausgeld, Instandhaltung und Mietausfallwagnis.

    Ein Einfamilienhaus kostet im Schnitt 481.600 Euro bei 2.240 Euro je Quadratmeter, mit 215 Quadratmetern Wohnfläche auf 495 Quadratmetern Grundstück. Die Spanne reicht von 120.800 bis 792.300 Euro. Doppelhaushälften liegen bei 366.300 Euro, Reihenhäuser bei 305.200 Euro, Zweifamilienhäuser bei 384.200 Euro. Anders als bei den Wohnungen sind die Häuserpreise in zwölf Monaten um 0,9 Prozent gefallen.

    Einfache, mittlere und gute Wohnlage. Eine sehr gute oder eine Top-Wohnlage gibt es dort nicht. Bemerkenswert ist die einfache Wohnlage: Von den 16 Koblenzer Teilmärkten weisen nur zwei überhaupt eine aus, dieser und die Karthause. Bei Wohnungen reicht die einfache Lage von 1.770 bis 2.530 Euro je Quadratmeter, die mittlere von 2.070 bis 3.710 Euro und die gute von 2.770 bis 4.780 Euro. Zwischen der günstigsten und der teuersten Wohnung im selben Teilmarkt liegt damit der Faktor 2,7.

    Stärker als die Adresse. Ein Altbau bis Baujahr 1950 kostet im renovierungsbedürftigen Zustand 1.770 Euro je Quadratmeter und im sanierten 3.150 Euro. Eine Wohnung mit Baujahr oder Sanierungsstand bis 2020 reicht von 2.880 bis 4.780 Euro. Bei den Mieten ist der Abstand ähnlich: 6,20 bis 11,55 Euro je Quadratmeter in der ältesten Klasse gegen 8,85 bis 17,70 Euro in der jüngsten. Wer in diesem Teilmarkt eine Zahl aus einem Inserat mit dem Marktschnitt vergleicht, vergleicht deshalb oft zwei verschiedene Dinge.

    Bei einem Kaufpreis von 156.400 Euro betragen die Kaufnebenkosten rund 10.200 bis 10.900 Euro, ohne Maklerprovision gerechnet mit 5,0 Prozent Grunderwerbsteuer in Rheinland-Pfalz und 1,5 bis 2,0 Prozent für Notar und Grundbuch. Diese Summe sollte aus Eigenkapital kommen, denn die Bank finanziert sie in aller Regel nicht mit. Wer zusätzlich 20 Prozent des Kaufpreises einbringt, kommt auf einen Darlehensbedarf von rund 125.100 Euro. Was daraus als monatliche Rate wird, hängt von der Kondition ab und gehört ins Gespräch, nicht in einen Ratgebertext.

    Der Sicherheitsabschlag fällt tendenziell höher aus. Die Bank finanziert gegen den Beleihungswert, und der wird nach der Beleihungswertermittlungsverordnung bewusst vorsichtig angesetzt: Er soll über die gesamte Beleihungsdauer erzielbar sein. In einem Teilmarkt mit einfacher Wohnlage, hohem Altbauanteil und einer Preisbewegung von 8,3 Prozent in einem Jahr schaut die Marktfolge genauer hin, ob der aktuelle Kaufpreis nachhaltig ist. Ein starker Anstieg im Marktbericht ist für eine Bank kein Argument für einen höheren Wert, eher ein Anlass für Zurückhaltung.

    Quellen und Rechtsgrundlagen

    Die Angaben in diesem Beitrag stützen sich auf die folgenden Quellen. Gesetzestexte und Programmbedingungen ändern sich, prüfen Sie im Zweifel den dort veröffentlichten Stand.

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