Glossar · Förderung

    Effizienzhaus-Standard und Finanzierung

    Enis Recica
    Stand: · 2 Min. Lesezeit
    Kurz erklärt

    Ein Effizienzhaus ist ein Gebäude, dessen Energiebedarf einen festgelegten Anteil eines Referenzgebäudes nicht überschreitet. Die Zahl hinter dem Begriff, etwa 40 oder 55, nennt diesen Anteil in Prozent. Je kleiner die Zahl, desto effizienter das Gebäude und desto höher die Förderung.

    Das Wichtigste

    • Die KfW fördert den Neubau ab Effizienzhaus 55 und klimafreundliche Neubauten auf Stufe 40.
    • Bei Sanierungen gibt es weitere Stufen, höhere Effizienz bringt höhere Tilgungszuschüsse.
    • Die Einstufung bestätigt ein Energieeffizienz-Experte.
    • Banken sehen einen guten energetischen Zustand zunehmend als Merkmal nachhaltiger Verkäuflichkeit.

    Warum interessiert sich die Bank für den Standard?

    Die Bank interessiert sich für den Standard, weil er Wert, Nebenkosten und Förderung beeinflusst. Ein effizientes Gebäude hat niedrigere Energiekosten, was in der Haushaltsrechnung Spielraum schafft. Außerdem ist das Risiko geringer, dass künftige gesetzliche Vorgaben teure Nachrüstungen erzwingen.

    Im Beleihungswert schlägt sich der energetische Zustand über Vergleichspreise und Restnutzungsdauer nieder. Ein unsaniertes Gebäude mit hohem Verbrauch kann Abschläge erhalten, weil Käufer künftig weniger zahlen. Eine Sanierung zum Effizienzhaus kann die Restnutzungsdauer verlängern und damit den Ertragswert verbessern.

    Effizienzhaus-Stufen
    Stufe Energiebedarf gegenüber Referenzgebäude Einsatz
    Effizienzhaus 40 40 % klimafreundlicher Neubau, Sanierung
    Effizienzhaus 55 55 % Neubau, Sanierung
    Effizienzhaus 70 70 % Sanierung
    Effizienzhaus 85 85 % Sanierung

    Was bedeutet das für Käufer und Sanierer?

    Für Käufer und Sanierer bedeutet das, dass sie den Energieausweis früh anfordern und die Förderfähigkeit vor dem Kauf prüfen sollten. Wer eine Bestandsimmobilie kaufen und sanieren will, kann Kaufpreis und Sanierung in einer Finanzierung bündeln. Die Bank verlangt dafür Kostenschätzungen und, je nach Programm, die Bestätigung eines Experten.

    Rechenbeispiel: Energiekosten in der Haushaltsrechnung

    Annahmen ausgedacht, zur Veranschaulichung.
    1. Annahme: Wohnfläche 140 m², Energiepreis 0,12 € je kWh.
    2. Effizienzhaus mit 30 kWh je m² und Jahr: 30 x 140 = 4.200 kWh, Kosten 504 €.
    3. Unsaniertes Haus mit 150 kWh je m² und Jahr: 150 x 140 = 21.000 kWh, Kosten 2.520 €.
    4. Unterschied: 2.520 € minus 504 € = 2.016 € im Jahr, also 168 € im Monat.

    168 € weniger Nebenkosten im Monat erhöhen den freien Betrag in der Haushaltsrechnung entsprechend.

    Häufige Fragen

    Wer stellt fest, ob ein Haus ein Effizienzhaus ist?

    Ein Energieeffizienz-Experte berechnet und bestätigt die Stufe. Für Förderanträge ist seine Bestätigung meist Pflicht.

    Steigt der Beleihungswert automatisch nach einer Sanierung?

    Nicht automatisch. Die Bank bewertet neu, wenn Sie Unterlagen zur Sanierung vorlegen, und berücksichtigt den verbesserten Zustand.

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    Was heißt das für Ihre Finanzierung?

    Im Erstgespräch rechnen wir Ihren Fall so, wie die Bank ihn rechnet.

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    Quellen und Rechtsgrundlagen

    Stand: 16. Oktober 2026. Für Ihren Einzelfall ersetzt die Erklärung keine Beratung.

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