Glossar · Bankprüfung

    Haushaltsrechnung der Bank verstehen

    Enis Recica
    Stand: · 2 Min. Lesezeit
    Kurz erklärt

    Die Haushaltsrechnung ist die Gegenüberstellung aller anerkannten Einnahmen und Ausgaben eines Haushalts, mit der die Bank prüft, ob die künftige Darlehensrate dauerhaft tragbar ist. Sie ist Kern der gesetzlich vorgeschriebenen Kreditwürdigkeitsprüfung. Was am Ende übrig bleibt, entscheidet über die mögliche Darlehenshöhe.

    Das Wichtigste

    • Einnahmen werden nur angerechnet, wenn sie nachweisbar und nachhaltig sind.
    • Für Lebenshaltung setzen Banken eigene Pauschalen je Erwachsenem und Kind an.
    • Bestehende Raten, Leasing und Unterhalt werden voll abgezogen.
    • Mieteinnahmen rechnen Banken meist nur anteilig an.

    Welche Einnahmen erkennt die Bank an?

    Die Bank erkennt Nettogehälter, Renten, Kindergeld und dauerhafte Unterhaltszahlungen an, wenn sie belegt sind. Bei Angestellten zählt das Nettoeinkommen aus den letzten Gehaltsabrechnungen, Sonderzahlungen nur, wenn sie regelmäßig fließen. Selbstständige weisen ihr Einkommen über Steuerbescheide und betriebswirtschaftliche Auswertungen mehrerer Jahre nach. Befristete Verträge und Probezeiten sieht die Bank kritisch.

    Mieteinnahmen aus Vermietung rechnet sie in der Regel nur mit einem Abschlag an, weil Leerstand und Instandhaltung den Ertrag mindern. Die genaue Höhe des Abschlags unterscheidet sich zwischen Banken.

    Aufbau der Haushaltsrechnung
    Block Beispiele Ansatz der Bank
    Einnahmen Nettogehalt, Kindergeld, Rente nachweisbar und dauerhaft
    Lebenshaltung Essen, Kleidung, Freizeit Pauschale je Person
    Wohnkosten Nebenkosten, Rücklage objektbezogen geschätzt
    Verpflichtungen Raten, Leasing, Unterhalt voll abgezogen
    Ergebnis freier Betrag muss die neue Rate decken

    Wie bereiten Sie die Haushaltsrechnung vor?

    Sie bereiten die Haushaltsrechnung vor, indem Sie drei Monate Kontoauszüge durchsehen und alle festen Belastungen auflisten. Kleine Ratenkredite oder Kreditkartenschulden fallen in der Prüfung auf und senken den Spielraum. Wer sie vor dem Antrag ablöst, verbessert die Rechnung oft deutlich. Familien sollten geplante Elternzeiten offen ansprechen, weil die Bank das Einkommen danach bewertet.

    Rechenbeispiel: Familie mit zwei Kindern

    Annahmen ausgedacht, zur Veranschaulichung.
    1. Einnahmen: Netto 4.800 € plus Kindergeld angenommen 500 € = 5.300 €.
    2. Ausgaben: Lebenshaltung 2.000 €, Nebenkosten Haus 350 €, Versicherungen 150 €, Leasing 300 €, Rücklage 100 € = 2.900 €.
    3. Freier Betrag: 5.300 € minus 2.900 € = 2.400 €.
    4. Geplante Rate 1.700 €, Überschuss 2.400 € minus 1.700 € = 700 €.

    Mit 700 € Überschuss besteht ein Puffer, den die Bank für unerwartete Belastungen erwartet.

    Häufige Fragen

    Warum setzt die Bank höhere Lebenshaltungskosten an als ich ausgebe?

    Die Pauschalen sollen auch schlechtere Jahre abdecken. Die Bank rechnet bewusst vorsichtig.

    Zählt eine erwartete Gehaltserhöhung?

    In der Regel nicht. Angerechnet wird das aktuelle, belegte Einkommen.

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    Was heißt das für Ihre Finanzierung?

    Im Erstgespräch rechnen wir Ihren Fall so, wie die Bank ihn rechnet.

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    Quellen und Rechtsgrundlagen

    Stand: 16. Oktober 2026. Für Ihren Einzelfall ersetzt die Erklärung keine Beratung.

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