Immobilie kaufen in Feldkirchen und Irlich

    Feldkirchen und Irlich haben die weiteste Hauspreisspanne aller Neuwieder Stadtteilgruppen, von 75.000 bis 689.900 Euro. Wohnungen kosten im Schnitt 2.370 Euro je Quadratmeter, die Mietrendite ist mit 3,9 Prozent die niedrigste der Stadt.

    Rheinpromenade mit Frachtschiff und Häuserzeile mit Schieferdächern, darunter die Überschrift „Feldkirchen und Irlich am Rhein“
    Enis Recica Immobiliar-Darlehensvermittler nach § 34i GewO, Reg.-Nr. D-IR9N-6D2DR-51 Zuletzt geprüft am 9 Minuten Lesezeit

    Kurz gefasst

    • Häuser in Feldkirchen und Irlich kosten laut Sparkasse Neuwied (Immobilienmarkt 2026, Datenstand 01.05.2026) zwischen 75.000 und 689.900 Euro, im Schnitt 288.000 Euro.
    • Eigentumswohnungen liegen zwischen 1.490 und 3.710 Euro je Quadratmeter bei einem Durchschnitt von 2.370 Euro, die Mietrendite beträgt 3,9 Prozent und ist damit die niedrigste der fünf Neuwieder Stadtteilgruppen.
    • Einen eigenen Preisaufschlag für die Lage am Rhein weist der Bericht nicht aus, für die Finanzierung zählt bei wassernahen Grundstücken vor allem die Frage nach Hochwasser und Versicherung.

    Zwei Rheinstadtteile, ein gemeinsamer Teilmarkt

    Feldkirchen und Irlich bilden im Marktbericht der Sparkasse Neuwied einen gemeinsamen Teilmarkt, eigene Preise je Stadtteil gibt es nicht. Der Bericht (Immobilienmarkt 2026, Datenstand 01.05.2026) fasst beide in Kapitel 1.3 zusammen. Alle Zahlen auf dieser Seite gelten deshalb für die Gruppe und nicht für einen einzelnen Ort darin.

    Häuser kosten dort zwischen 75.000 und 689.900 Euro, im Durchschnitt 288.000 Euro. Eigentumswohnungen liegen zwischen 1.490 und 3.710 Euro je Quadratmeter, im Mittel bei 2.370 Euro. Wer mietet, zahlt im Schnitt 7,80 Euro je Quadratmeter bei einer Spanne von 5,85 bis 11,30 Euro. Daraus ergibt sich eine Mietrendite von 3,9 Prozent, 0,1 Prozentpunkte weniger als im Vorjahr.

    Der Bericht ordnet die Straßen beider Stadtteile drei Wohnlagen zu: mittel, gut und sehr gut. Eine einfache Wohnlage und eine Top-Wohnlage kommen in Feldkirchen und Irlich nicht vor. Preise je Wohnlage nennen wir hier bewusst nicht, weil eine Einzelzahl für eine Lagestufe im Gespräch mit der Bank schnell mehr Gewicht bekommt, als sie tragen kann.

    Häuser: die weiteste Spanne aller Neuwieder Stadtteilgruppen

    Kein anderer Neuwieder Teilmarkt reicht so weit nach unten und zugleich so weit nach oben. Der untere Wert von 75.000 Euro ist der niedrigste, der obere von 689.900 Euro der höchste der fünf Stadtteilgruppen im Bericht. Beim Durchschnitt liegt die Gruppe mit 288.000 Euro dagegen im Mittelfeld: Heimbach-Weis und Umgebung (297.600 Euro) sowie Heddesdorf mit der Innenstadt (294.400 Euro) liegen darüber, Niederbieber und Umgebung (264.600 Euro) und Oberbieber (237.900 Euro) darunter.

    Nach Haustyp aufgeschlüsselt sieht der Markt so aus:

    HaustypEinfamilienhaus Spanne75.800 bis 689.900 € Ø Gesamtpreis287.100 € Ø je m²1.980 € Ø Wohnfläche/Grundstück145/455 m²
    HaustypDoppelhaushälfte Spanne75.000 bis 427.700 € Ø Gesamtpreis211.300 € Ø je m²1.690 € Ø Wohnfläche/Grundstück125/290 m²
    HaustypReihenhaus Spanne88.500 bis 455.300 € Ø Gesamtpreis199.500 € Ø je m²1.900 € Ø Wohnfläche/Grundstück105/250 m²
    HaustypZweifamilienhaus Spanne97.500 bis 607.100 € Ø Gesamtpreis288.600 € Ø je m²1.560 € Ø Wohnfläche/Grundstück185/470 m²

    Quelle: Sparkasse Neuwied, Immobilienmarkt 2026, Kapitel 1.3 Feldkirchen, Irlich, Datenstand 01.05.2026. Auf Basis der Quadratmeterpreise der letzten zwölf Monate sind Häuser dort um 1,1 Prozent teurer geworden.

    Wohnungen: teuer im Kauf, günstig in der Miete

    Bei Wohnungen gehört die Gruppe zu den teuersten Teilmärkten Neuwieds, bei Mieten zu den günstigsten. Der Kaufpreisschnitt von 2.370 Euro je Quadratmeter ist gleichauf mit Heimbach-Weis der höchste Durchschnitt der Stadt. Der Mietschnitt von 7,80 Euro liegt dagegen unter dem aller anderen Stadtteilgruppen, die zwischen 8,20 und 8,25 Euro erreichen.

    Diese Schere erklärt die Mietrendite von 3,9 Prozent. In den anderen vier Gruppen weist der Bericht 4,2 bis 4,4 Prozent aus. Für Selbstnutzer ist das kein Nachteil, für Kapitalanleger ein Grund, genauer zu rechnen. Über die letzten zwölf Monate sind die Kaufpreise für Wohnungen um 2,6 Prozent gestiegen, die Mieten blieben unverändert.

    Wohnfläche40 bis 80 m² Spanne je m²1.790 bis 3.710 € Ø Gesamtpreis156.400 € Ø je m²2.370 € Ø Fläche66 m²
    Wohnfläche80 bis 120 m² Spanne je m²1.590 bis 3.560 € Ø Gesamtpreis239.700 € Ø je m²2.350 € Ø Fläche102 m²
    Wohnflächeüber 120 m² Spanne je m²1.490 bis 3.380 € Ø Gesamtpreis293.800 € Ø je m²2.160 € Ø Fläche136 m²

    Quelle: Sparkasse Neuwied, Immobilienmarkt 2026, Kapitel 1.3, Datenstand 01.05.2026. Wohnungen unter 40 Quadratmetern rechnet der Bericht aus der Gesamtbetrachtung heraus, weil Kleinstwohnungen den Markt verzerren.

    Was die Lage am Wasser im Quadratmeterpreis wert ist

    Eine belastbare Zahl dafür liefert der Marktbericht nicht. Die Sparkasse Neuwied teilt die Stadt nach Wohnlagen ein, die das IIB Institut für die Wohnlagenkarte erstellt. In diese Einstufung fließen mehrere Lagemerkmale ein. Ein eigener Wert für die Nähe zum Rhein ist nicht ausgewiesen, und wir setzen deshalb auch keinen Aufschlag an.

    Was die Zahlen hergeben, ist ein Muster. Die Spanne bei Häusern ist hier weiter als überall sonst in Neuwied, und Wohnungen kosten im Kauf so viel wie in den teuersten Teilmärkten, obwohl die Mieten am niedrigsten sind. Käufer zahlen also für etwas, das sich nicht in der Miete abbildet. Ob das die Uferlage ist, der Bestand oder die Größe der Grundstücke, sagt der Bericht nicht. Wer ein konkretes Objekt am Wasser bewerten will, braucht Vergleichsverkäufe aus derselben Straße, keinen Stadtteilschnitt.

    Langfristig zeigt der Bericht für die Gruppe einen deutlichen Anstieg. Bei Häusern lag der Quartalswert 2018 bei 1.170 Euro je Quadratmeter, zuletzt bei 1.930 Euro. Bei Wohnungen ging es im selben Zeitraum von 1.490 auf 2.370 Euro, nach einem zwischenzeitlich höheren Stand von 2.440 Euro. Ein Haushalt mit durchschnittlichem Einkommen kann sich in Feldkirchen und Irlich laut Bericht ein Haus mit rund 169 Quadratmetern leisten, im Landkreis Neuwied sind es 161 Quadratmeter.

    Hochwasser als Thema bei der Bank

    Bei wassernahen Grundstücken prüft die Bank die Versicherbarkeit und den Wert genauer als im Hinterland. Die Wohngebäudeversicherung ist Bedingung für jede Auszahlung, und bei Objekten in Ufernähe fragen viele Institute ausdrücklich nach dem Schutz gegen Elementarschäden wie Überschwemmung oder Rückstau.

    Dazu kommt das Planungsrecht. Überschwemmungsgebiete werden nach § 76 WHG festgesetzt. Liegt ein Grundstück darin, sind Neubau und Erweiterung eingeschränkt. Der Gutachter berücksichtigt das beim Beleihungswert nach der Beleihungswertermittlungsverordnung, weil es die spätere Verwertbarkeit betrifft. Ob ein bestimmtes Grundstück betroffen ist, zeigen die Hochwassergefahrenkarten des Landes und die Auskunft der Stadt.

    1. Im Exposé oder beim Verkäufer nach Hochwasserereignissen der letzten Jahre fragen, mit Datum und Schaden.
    2. Die Lage des Grundstücks in den Hochwassergefahrenkarten des Landes Rheinland-Pfalz prüfen.
    3. Ein Angebot für die Wohngebäudeversicherung mit Elementarschutz einholen, bevor der Kaufvertrag steht.
    4. Keller, Heizung und Elektroverteilung ansehen: Wo steht die Technik, und wie hoch über dem Boden?
    5. Alle Antworten schriftlich festhalten und mit den Unterlagen an die Bank geben.

    Eine Uferlage ist kein Ausschlussgrund. Sie verschiebt nur die Reihenfolge: erst Versicherung und Lage klären, dann die Bank anfragen.

    Modellrechnung für ein Haus zum Durchschnittspreis

    Ein Haus zum Schnitt von 288.000 Euro braucht bei 60.000 Euro Eigenkapital ein Darlehen von gut 248.000 Euro. Die Rechnung arbeitet mit genannten Annahmen und ist eine Modellrechnung, keine Zusage.

    Angenommen: Kaufpreis 288.000 Euro, Grunderwerbsteuer in Rheinland-Pfalz 5,0 Prozent nach § 11 GrEStG in Verbindung mit dem Landesgesetz, Notar und Grundbuch 2,0 Prozent, keine Maklerprovision. Mehr zu den einzelnen Posten steht im Beitrag zu den Kaufnebenkosten.

    PostenKaufpreis Betrag288.000 Euro
    PostenGrunderwerbsteuer, 5,0 Prozent Betrag14.400 Euro
    PostenNotar und Grundbuch, 2,0 Prozent Betrag5.760 Euro
    PostenGesamtkosten Betrag308.160 Euro
    Postenabzüglich Eigenkapital Betrag60.000 Euro
    PostenDarlehensbedarf Betrag248.160 Euro
    PostenBeleihungsauslauf, bezogen auf den Kaufpreis Betragrund 86 Prozent

    Die Bank rechnet nicht mit dem Kaufpreis, sondern mit ihrem Beleihungswert, der meist darunter liegt. Wie sich das auswirkt, erklärt der Beitrag zum Beleihungsauslauf. Eine Monatsrate nennen wir hier nicht, weil sie vom Objekt, Ihrer Bonität und dem Tag des Angebots abhängt. Das rechnen wir gemeinsam im Gespräch.

    Die anderen Neuwieder Stadtteile im Vergleich

    Wer in Neuwied sucht, findet in den Nachbarteilmärkten andere Schwerpunkte. Die niedrigsten Hauspreise im Schnitt hat Oberbieber, den Norden der Stadt mit dem Wiedtal behandelt der Beitrag zu Niederbieber, Rodenbach, Segendorf und Torney, den Osten der Stadt der Beitrag zu Engers, Block, Gladbach und Heimbach-Weis. Für Wohnungen im Zentrum gibt es den Beitrag zur Innenstadt und Heddesdorf.

    Wie wir Käufer in der Stadt begleiten, von der ersten Rechnung bis zur Auszahlung, steht auf der Seite zur Baufinanzierung in Neuwied.

    Häufige Fragen

    Im Schnitt 288.000 Euro. Die Sparkasse Neuwied nennt für die beiden Stadtteile zusammen eine Spanne von 75.000 bis 689.900 Euro Gesamtpreis (Immobilienmarkt 2026, Datenstand 01.05.2026). Ein Einfamilienhaus kostet dort im Mittel 287.100 Euro, eine Doppelhaushälfte 211.300 Euro und ein Reihenhaus 199.500 Euro. Getrennte Werte für Feldkirchen und für Irlich enthält der Bericht nicht.

    Der Quadratmeter kostet im Durchschnitt 2.370 Euro, die Spanne reicht von 1.490 bis 3.710 Euro (Sparkasse Neuwied, Immobilienmarkt 2026). Eine Wohnung mit 40 bis 80 Quadratmetern kommt im Schnitt auf 156.400 Euro Gesamtpreis, eine mit 80 bis 120 Quadratmetern auf 239.700 Euro. Wohnungen unter 40 Quadratmetern lässt der Bericht in der Gesamtbetrachtung außen vor.

    Eine Zahl dafür gibt es im Marktbericht nicht. Die Sparkasse Neuwied gliedert nach Wohnlagen von einfach bis Top und nicht nach der Entfernung zum Ufer. Für Feldkirchen und Irlich weist sie mittlere, gute und sehr gute Wohnlagen aus. Welchen Anteil die Nähe zum Wasser an einer guten oder sehr guten Einstufung hat, lässt sich daraus nicht ablesen, und wir rechnen deshalb auch keinen Aufschlag hinein.

    Rechnerisch bringt sie weniger als in den anderen Neuwieder Stadtteilen. Die Mietrendite liegt laut Sparkasse Neuwied bei 3,9 Prozent, in den übrigen vier Stadtteilgruppen zwischen 4,2 und 4,4 Prozent. Ursache sind der Mietschnitt von 7,80 Euro je Quadratmeter, der niedrigste der Stadt, und Kaufpreise auf dem Niveau der teuersten Gruppe. Ob sich der Kauf trotzdem rechnet, hängt vom Objekt und von Ihrer steuerlichen Lage ab, das klären Sie am besten mit Ihrer Steuerberaterin oder Ihrem Steuerberater.

    Grundsätzlich ja, aber sie schaut genauer hin. Sie verlangt eine Wohngebäudeversicherung und fragt bei wassernahen Grundstücken häufig nach dem Schutz gegen Elementarschäden. Liegt das Grundstück in einem festgesetzten Überschwemmungsgebiet, gelten nach dem Wasserhaushaltsgesetz Einschränkungen für Neubau und Erweiterung, was der Gutachter beim Wert berücksichtigt. Prüfen Sie die Lage deshalb vor der Anfrage, nicht erst danach.

    Mindestens die Kaufnebenkosten. In Rheinland-Pfalz sind das 5,0 Prozent Grunderwerbsteuer und 1,5 bis 2,0 Prozent für Notar und Grundbuch, ohne Makler also 6,5 bis 7,0 Prozent. Beim Durchschnittspreis von 288.000 Euro sind das rund 18.700 bis 20.200 Euro. Jeder Euro darüber senkt den Beleihungsauslauf und verbessert die Ausgangslage bei der Bank.

    Quellen und Rechtsgrundlagen

    Die Angaben in diesem Beitrag stützen sich auf die folgenden Quellen. Gesetzestexte und Programmbedingungen ändern sich, prüfen Sie im Zweifel den dort veröffentlichten Stand.

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    Dieser Beitrag gibt allgemeine Hinweise und ersetzt keine Beratung im Einzelfall. Rechtsstand ist der . Für steuerliche Fragen ziehen Sie bitte zusätzlich einen Steuerberater hinzu.

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