Eine Eigentumswohnung kostet in der Verbandsgemeinde Unkel im Schnitt 2.810 Euro je Quadratmeter, in der Stadt Linz 2.640 Euro. Die Mietrendite liegt in beiden Märkten bei 3,7 Prozent.
Wer in Linz oder Unkel kaufen will, hat es laut Marktbericht mit drei getrennten Preisgebieten zu tun. Die Sparkasse Neuwied führt in ihrem Bericht Immobilienmarkt 2026 (Datenstand 01.05.2026) die Stadt Linz mit dem Ortsteil Roniger Hof in Kapitel 3.0, die Verbandsgemeinde Linz in Kapitel 4.0 und die Verbandsgemeinde Unkel in Kapitel 5.0.
Unter der Verbandsgemeinde Linz fasst der Bericht Dattenberg, Kasbach-Ohlenberg, Leubsdorf, Ockenfels, St. Katharinen und Vettelschoß zusammen. Die Stadt Linz selbst steht dort nicht mit drin, sie hat ihr eigenes Kapitel. Zur Verbandsgemeinde Unkel zählt der Bericht Bruchhausen, Erpel, Rheinbreitbach und Unkel. Preise für eine einzelne Gemeinde nennt er nicht. Wenn Sie also ein Haus in Erpel oder eine Wohnung in Vettelschoß im Blick haben, gelten für Sie die Werte des ganzen Gebiets.
Auch bei den Wohnlagen unterscheiden sich die drei Gebiete. Die Stadt Linz hat laut Wohnlagenkarte mittlere, gute und sehr gute Lagen. In der Verbandsgemeinde Linz kommt bei Wohnungen eine einfache Lage hinzu, bei Häusern nicht. Die Verbandsgemeinde Unkel ist das einzige der drei Gebiete mit einer Top-Wohnlage, eine einfache Lage gibt es dort nicht. Diese Unterschiede am oberen und unteren Rand erklären einen Teil der Abstände zwischen den Durchschnittswerten.
Die Verbandsgemeinde Unkel ist bei Häusern und Wohnungen das teuerste der drei Gebiete, die Verbandsgemeinde Linz das günstigste. Weil alle drei Kapitel aus demselben Bericht mit demselben Datenstand stammen, lassen sich die Werte direkt nebeneinanderlegen.
Bei den Mieten ist der Abstand kleiner als bei den Kaufpreisen. Eine Wohnung in der Verbandsgemeinde Unkel kostet je Quadratmeter 430 Euro mehr als in der Verbandsgemeinde Linz, die Miete liegt um 1,10 Euro höher. Deshalb fällt die Mietrendite in Unkel mit 3,7 Prozent etwas niedriger aus als in den Linzer Umlandgemeinden mit 3,9 Prozent.
| Kennzahl | Stadt Linz (Kap. 3.0) | VG Linz (Kap. 4.0) | VG Unkel (Kap. 5.0) |
|---|---|---|---|
| KennzahlHaus, Ø Gesamtpreis | Stadt Linz (Kap. 3.0)331.200 € | VG Linz (Kap. 4.0)307.200 € | VG Unkel (Kap. 5.0)361.500 € |
| KennzahlHaus, Preisspanne | Stadt Linz (Kap. 3.0)132.700 bis 742.300 € | VG Linz (Kap. 4.0)105.400 bis 699.000 € | VG Unkel (Kap. 5.0)115.000 bis 980.000 € |
| KennzahlWohnung, Ø Kaufpreis je m² | Stadt Linz (Kap. 3.0)2.640 € | VG Linz (Kap. 4.0)2.380 € | VG Unkel (Kap. 5.0)2.810 € |
| KennzahlWohnung, Spanne je m² | Stadt Linz (Kap. 3.0)1.650 bis 4.070 € | VG Linz (Kap. 4.0)1.390 bis 3.970 € | VG Unkel (Kap. 5.0)1.440 bis 5.030 € |
| KennzahlWohnung, Ø Miete je m² | Stadt Linz (Kap. 3.0)8,05 € | VG Linz (Kap. 4.0)7,65 € | VG Unkel (Kap. 5.0)8,75 € |
| KennzahlMietrendite Wohnungen | Stadt Linz (Kap. 3.0)3,7 % | VG Linz (Kap. 4.0)3,9 % | VG Unkel (Kap. 5.0)3,7 % |
| KennzahlHauspreise, letzte 12 Monate | Stadt Linz (Kap. 3.0)minus 4,2 % | VG Linz (Kap. 4.0)plus 2,1 % | VG Unkel (Kap. 5.0)minus 2,8 % |
| KennzahlWohnungspreise, letzte 12 Monate | Stadt Linz (Kap. 3.0)plus 3,9 % | VG Linz (Kap. 4.0)plus 3,0 % | VG Unkel (Kap. 5.0)plus 2,2 % |
| KennzahlMieten, letzte 12 Monate | Stadt Linz (Kap. 3.0)plus 2,5 % | VG Linz (Kap. 4.0)plus 2,0 % | VG Unkel (Kap. 5.0)plus 1,2 % |
Quelle für alle Werte: Sparkasse Neuwied, Immobilienmarkt 2026, Kapitel 3.0 Linz, 4.0 Verbandsgemeinde Linz und 5.0 Verbandsgemeinde Unkel, Datenstand 01.05.2026. Die Veränderungen beruhen laut Bericht auf den Quadratmeterpreisen der letzten zwölf Monate. Die Mietrendite war in allen drei Gebieten gegenüber dem Vorjahr unverändert.
Die Lage am Rhein in Richtung Bonn ist ein naheliegender Grund für das höhere Preisniveau in Unkel, belegen lässt sich das mit dem Bericht aber nicht. Die Sparkasse Neuwied nennt keine Ursachen für die Preise, sie nennt die Preise. Was sich aus den Zahlen ablesen lässt: Das Gebiet, das Bonn am nächsten liegt, hat die höchsten Durchschnittswerte, die breiteste Spanne nach oben und als einziges eine Top-Wohnlage.
Eine zweite Kennzahl des Berichts zeigt, wie sich das auf Käufer auswirkt: die erschwingliche Wohnfläche. Sie gibt an, wie viele Quadratmeter sich ein Haushalt mit durchschnittlichem Einkommen leisten kann. Bei Wohnungen sind das in der Stadt Linz 170 Quadratmeter, in der Verbandsgemeinde Linz 163 und in der Verbandsgemeinde Unkel 148 Quadratmeter. Für den gesamten Landkreis Neuwied nennt der Bericht 137 Quadratmeter. Bei Häusern liegen beide Linzer Gebiete über 190 Quadratmetern, Unkel bei 173 und der Landkreis bei 161 Quadratmetern.
Unkel ist damit spürbar teurer als Linz, aber für Durchschnittsverdiener noch erschwinglicher als der Kreis im Schnitt. Für die Nachfrage heißt das: Wer in Bonn oder im Bonner Umland arbeitet und eine Wohnung oder ein Haus auf der rheinland-pfälzischen Seite sucht, findet in Linz mehr Fläche für das gleiche Geld als in Unkel. Fahrzeiten und Entfernungen enthält der Bericht nicht, und wir setzen hier auch keine an. Den Arbeitsweg sollten Sie mit Ihren eigenen Zeiten und Kosten in die Haushaltsrechnung nehmen.
Bei jedem der vier Haustypen ist die Verbandsgemeinde Linz im Mittel am günstigsten und die Verbandsgemeinde Unkel am teuersten. Am deutlichsten wird das bei der Doppelhaushälfte: Sie kostet in den Linzer Umlandgemeinden im Mittel 230.000 Euro, in der Verbandsgemeinde Unkel 311.900 Euro.
Je Quadratmeter Wohnfläche liegt Unkel ebenfalls vorn. Ein Einfamilienhaus kostet dort im Schnitt 2.480 Euro je Quadratmeter, in der Stadt Linz 2.130 Euro und in der Verbandsgemeinde Linz 1.980 Euro. Die Häuser in Unkel sind dabei im Mittel kleiner: Das durchschnittliche Einfamilienhaus hat dort 145 Quadratmeter Wohnfläche auf 640 Quadratmetern Grundstück, in Linz 160 auf 630 und in der Verbandsgemeinde Linz 160 auf 690 Quadratmeter.
Die Richtung der Hauspreise ist uneinheitlich. In der Stadt Linz sind die Quadratmeterpreise für Häuser in den letzten zwölf Monaten um 4,2 Prozent gefallen, in Unkel um 2,8 Prozent, in den Linzer Umlandgemeinden dagegen um 2,1 Prozent gestiegen.
| Haustyp | Stadt Linz, Ø | VG Linz, Ø | VG Unkel, Ø |
|---|---|---|---|
| HaustypEinfamilienhaus | Stadt Linz, Ø340.800 € | VG Linz, Ø316.800 € | VG Unkel, Ø359.600 € |
| HaustypDoppelhaushälfte | Stadt Linz, Ø258.700 € | VG Linz, Ø230.000 € | VG Unkel, Ø311.900 € |
| HaustypReihenhaus | Stadt Linz, Ø271.300 € | VG Linz, Ø222.200 € | VG Unkel, Ø303.600 € |
| HaustypZweifamilienhaus | Stadt Linz, Ø364.000 € | VG Linz, Ø321.100 € | VG Unkel, Ø371.000 € |
Quelle: Sparkasse Neuwied, Immobilienmarkt 2026, Kapitel 3.0, 4.0 und 5.0, Datenstand 01.05.2026. Angegeben ist jeweils der durchschnittliche Gesamtpreis je Haustyp.
Mittelgroße Wohnungen kosten in der Stadt Linz und der Verbandsgemeinde Linz fast gleich viel, in Unkel mehr. Eine Wohnung mit 80 bis 120 Quadratmetern liegt im Mittel bei 224.500 Euro in Linz, 228.900 Euro in der Verbandsgemeinde Linz und 247.400 Euro in der Verbandsgemeinde Unkel.
Anders als bei Häusern sind die Wohnungspreise in allen drei Gebieten gestiegen, in der Stadt Linz mit 3,9 Prozent am stärksten. Auch die Mieten haben überall zugelegt, zwischen 1,2 Prozent in Unkel und 2,5 Prozent in Linz. Wohnungen unter 40 Quadratmetern lässt der Bericht in der Gesamtbetrachtung außen vor, weil Kleinstwohnungen den Markt verzerren. Die Tabelle zeigt deshalb nur die Klassen ab 40 Quadratmetern.
| Wohnfläche | Linz, Kauf Ø / Miete Ø je m² | VG Linz, Kauf Ø / Miete Ø je m² | VG Unkel, Kauf Ø / Miete Ø je m² |
|---|---|---|---|
| Wohnfläche40 bis 80 m² | Linz, Kauf Ø / Miete Ø je m²184.800 € / 8,15 € | VG Linz, Kauf Ø / Miete Ø je m²157.100 € / 7,75 € | VG Unkel, Kauf Ø / Miete Ø je m²168.600 € / 8,85 € |
| Wohnfläche80 bis 120 m² | Linz, Kauf Ø / Miete Ø je m²224.500 € / 7,80 € | VG Linz, Kauf Ø / Miete Ø je m²228.900 € / 7,40 € | VG Unkel, Kauf Ø / Miete Ø je m²247.400 € / 8,50 € |
| Wohnflächeüber 120 m² | Linz, Kauf Ø / Miete Ø je m²387.200 € / 7,40 € | VG Linz, Kauf Ø / Miete Ø je m²345.600 € / 7,05 € | VG Unkel, Kauf Ø / Miete Ø je m²389.100 € / 8,05 € |
Quelle: Sparkasse Neuwied, Immobilienmarkt 2026, Kapitel 3.0, 4.0 und 5.0, Datenstand 01.05.2026. Kauf: durchschnittlicher Gesamtpreis der Größenklasse; Miete: durchschnittliche Kaltmiete je Quadratmeter.
Für Kapitalanleger liegen die drei Gebiete eng beieinander: 3,7 Prozent Mietrendite in der Stadt Linz und in Unkel, 3,9 Prozent in der Verbandsgemeinde Linz. Zum Vergleich nennt derselbe Bericht für die Stadtteilgruppen der Stadt Neuwied Werte von 3,9 bis 4,4 Prozent (Sparkasse Neuwied, Immobilienmarkt 2026, Kapitel 1.1 bis 1.5, Datenstand 01.05.2026). Linz und Unkel liegen damit am unteren Rand dieser Spanne oder knapp darunter.
Die Rendite des Berichts ist eine Bruttogröße: Jahresmiete geteilt durch Kaufpreis. Die Kaufnebenkosten, nicht umlegbare Bewirtschaftungskosten, Rücklagen und Leerstand sind darin nicht enthalten. Für Ihre eigene Rechnung sollten Sie deshalb mit den Gesamtkosten des Kaufs arbeiten und die Miete ansetzen, die der Bericht für die passende Wohnungsgröße nennt. Kleinere Wohnungen erzielen in allen drei Gebieten die höhere Miete je Quadratmeter.
Die Bank prüft bei einer vermieteten Wohnung, welchen Teil der Miete sie als Einkommen anrechnet. Wie das üblicherweise läuft, beschreibt der Beitrag Welche Mieteinnahmen die Bank anrechnet. Mieteinnahmen sind nach § 21 EStG steuerpflichtig, gleichzeitig lassen sich Kosten wie Darlehenszinsen und Abschreibung gegenrechnen. Wie das in Ihrem Fall aussieht, klären Sie bitte mit Ihrer Steuerberaterin oder Ihrem Steuerberater, bevor Sie eine Kaufentscheidung allein auf die Steuer stützen.
Eine Linzer Wohnung mit 70 Quadratmetern zum Durchschnittspreis von 184.800 Euro braucht bei 40.000 Euro Eigenkapital ein Darlehen von rund 157.700 Euro. Die Rechnung arbeitet mit genannten Annahmen und ist eine Modellrechnung, keine Zusage.
Angenommen: Kaufpreis und Wohnfläche entsprechen den Durchschnittswerten der Klasse 40 bis 80 Quadratmeter in der Stadt Linz, die Miete dem Durchschnitt dieser Klasse von 8,15 Euro je Quadratmeter. Das ergibt 570,50 Euro Kaltmiete im Monat und 6.846 Euro im Jahr, also eine Bruttorendite von 3,7 Prozent auf den Kaufpreis. Bezogen auf die Gesamtkosten sind es rund 3,5 Prozent. Grunderwerbsteuer in Rheinland-Pfalz 5,0 Prozent nach § 11 GrEStG in Verbindung mit dem Landesgesetz, Notar und Grundbuch 2,0 Prozent, keine Maklerprovision. Was sonst zu den Nebenkosten zählt, steht im Beitrag zu den Kaufnebenkosten.
| Posten | Betrag |
|---|---|
| PostenKaufpreis | Betrag184.800 Euro |
| PostenGrunderwerbsteuer, 5,0 Prozent | Betrag9.240 Euro |
| PostenNotar und Grundbuch, 2,0 Prozent | Betrag3.696 Euro |
| PostenGesamtkosten | Betrag197.736 Euro |
| Postenabzüglich Eigenkapital | Betrag40.000 Euro |
| PostenDarlehensbedarf | Betrag157.736 Euro |
| PostenBeleihungsauslauf, bezogen auf den Kaufpreis | Betragrund 85 Prozent |
| PostenKaltmiete im Jahr, 70 m² zu 8,15 Euro | Betrag6.846 Euro |
Die Bank rechnet mit ihrem Beleihungswert nach der Beleihungswertermittlungsverordnung, der meist unter dem Kaufpreis liegt. Wie sie eine Wohnung dafür ansetzt, erklärt der Beitrag Wie die Bank eine Eigentumswohnung bewertet, was der Anteil bedeutet, der Beitrag zum Beleihungsauslauf. Eine Monatsrate nennen wir hier nicht, weil sie vom Objekt, Ihrer Bonität und dem Tag des Angebots abhängt. Die rechnen wir gemeinsam im Gespräch.
Wer neben Linz und Unkel weitere Orte im Kreis Neuwied vergleicht, findet für jeden einen eigenen Beitrag. Rheinaufwärts schließt der Beitrag zu Bad Hönningen und Rheinbrohl an, im Hinterland der zu Asbach und Windhagen und der zu den Verbandsgemeinden Rengsdorf und Waldbreitbach. Die Stadtteile der Kreisstadt zeigt der Preisvergleich der Neuwieder Stadtteile.
Wie wir Kapitalanleger begleiten, von der ersten Renditerechnung bis zur Auszahlung, steht auf der Seite zur Kapitalanlage.
Kaufpreise, Teilmärkte und Lagen zwischen Koblenz, Neuwied und dem Maifeld, jeweils mit Herausgeber und Datenstand.
Die Angaben in diesem Beitrag stützen sich auf die folgenden Quellen. Gesetzestexte und Programmbedingungen ändern sich, prüfen Sie im Zweifel den dort veröffentlichten Stand.
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Kapitalanlage finanzierenDieser Beitrag gibt allgemeine Hinweise und ersetzt keine Beratung im Einzelfall. Rechtsstand ist der . Für steuerliche Fragen ziehen Sie bitte zusätzlich einen Steuerberater hinzu.
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